Von Sparbuch bis ETF: Welche Geldanlage Kinder wirklich reicher macht
Viele Eltern legen für ihre Kinder regelmäßig Geld zurück – sei es für den Führerschein, das Studium oder den Start ins eigenständige Leben. Doch beim langfristigen Vermögensaufbau verschenken Familien oft wertvolle Rendite, weil sie an traditionellen Methoden festhalten.
Warum Eltern beim Vermögensaufbau oft falsch liegen
Der Grund für diese verpassten Chancen liegt häufig in der Gewohnheit. Viele Eltern sparen zwar diszipliniert, nutzen aber nicht die strukturellen Vorteile langer Laufzeiten, wie Bogdan Jakuschenko von „Invest4Kids“ aus Kiel betont. Er warnt davor, dass klassische Anlageformen wie Sparbücher oder Bausparverträge in Zeiten niedriger Zinsen kaum Wachstum bieten.
Stattdessen sollten Eltern auf langfristige Strategien setzen, die von der Macht des Zinseszinses profitieren. Je früher man beginnt, desto größer ist der Effekt, erklärt Jakuschenko. Dies gilt insbesondere für Anlagen in breit gestreute ETFs oder Aktienfonds, die über Jahrzehnte hinweg stabile Renditen erzielen können.
Was viele bei Sparbuch oder Bausparvertrag falsch machen
Traditionelle Sparformen haben zwar den Vorteil der Sicherheit, doch sie bringen oft zu wenig Rendite, um die Inflation auszugleichen. Eltern machen dabei typische Fehler:
- Sie unterschätzen die Bedeutung langfristiger Anlagehorizonte.
- Sie setzen zu stark auf risikoarme, aber renditeschwache Produkte.
- Sie vernachlässigen die Diversifikation des Portfolios.
Diese Herangehensweise kann dazu führen, dass das angesparte Vermögen nicht ausreicht, um die wachsenden Kosten für Ausbildung oder Lebensstart zu decken.
Worauf Eltern besser setzen sollten
Experten empfehlen, frühzeitig in breit gestreute Anlagevehikel zu investieren. ETFs (Exchange Traded Funds) bieten hier eine gute Lösung, da sie kostengünstig und transparent sind. Durch regelmäßige Sparpläne können Eltern schon mit kleinen Beträgen ein solides Vermögen aufbauen.
Wichtig ist dabei, die Anlagestrategie an die langfristigen Ziele anzupassen und nicht in kurzfristige Marktschwankungen zu verfallen. Mit einer durchdachten Planung lässt sich die finanzielle Zukunft der Kinder deutlich besser absichern als mit traditionellen Sparmethoden.



