Neue Tankregel gegen Preistreiberei: Einmal tägliche Preiserhöhung soll nächste Woche kommen
Tankregel: Einmal tägliche Preiserhöhung ab nächster Woche

Bundesregierung will Tank-Abzocke mit neuer Regel stoppen

Die Bundesregierung hat einen konkreten Plan vorgelegt, um die als "Tank-Abzocke" kritisierten Preissprünge an Tankstellen einzudämmen. Wirtschaftsministerin Katherina Reiche von der CDU präsentierte am Mittwoch eine Regelung, die es Tankstellenbetreibern künftig nur noch erlauben soll, die Spritpreise einmal pro Tag zu erhöhen. Diese sogenannte Reiche-Regel orientiert sich am österreichischen Vorbild und soll verhindern, dass Preise bei steigenden Rohölkosten wie eine Rakete in die Höhe schießen.

Politik drängt auf schnelle Umsetzung ab nächster Woche

Politiker von Union und SPD fordern mit Nachdruck, dass die neue Regelung bereits in der kommenden Woche in Kraft tritt. SPD-Fraktionsvize Armand Zorn betonte gegenüber Medien: "Jetzt muss diese Einmal-täglich-Regel schnell umgesetzt werden. Wenn möglich, schon in der kommenden Woche." Er kündigte an, dass die SPD-Fraktion einer gesetzlichen Änderung sofort zustimmen würde, falls das Wirtschaftsministerium keine Verordnung erlassen kann.

Auch aus den Reihen der Union kommt deutlicher Druck für eine zügige Umsetzung. Unionsfraktionsvize Sepp Müller erklärte: "Wir werden zügig in die Umsetzung gehen und diese in der Taskforce mittelfristig eng begleiten." Er verwies zusätzlich auf die Dämpfung der Preise durch das Anzapfen der Ölreserven.

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Forderungen nach verbindlichem Zeitplan

Der CDU-Mittelstandsexperte Rasmus Vöge aus Schleswig-Holstein verlangt, dass die neue Regel spätestens ab dem 22. März gelten muss. "Der Deutsche Bundestag hat den Rettungsschirm für Banken in wenigen Tagen aufgespannt. Das muss jetzt auch für deutsche Autofahrer möglich sein", so Vöge. Er fordert: "Spätestens Ende nächster Woche sollte die neue Regel in Kraft treten."

Diese Position teilt Sachsen-Anhalts Regierungschef Sven Schulze von der CDU, der mahnt: "Berlin darf das Thema nicht auf die lange Bank schieben." Die Bundesregierung müsse "das Thema zu ihrer Priorität machen und spätestens nächste Woche die Entscheidung treffen". Auch der CDU-Chef von Mecklenburg-Vorpommern, Daniel Peters, warnt: "Jeder verlorene Tag kostet bares Geld. Deswegen: schnell entscheiden, schnell umsetzen, schnell entlasten."

SPD fordert zusätzliche Maßnahmen

SPD-Fraktionsvize Armand Zorn geht die geplante Einmal-täglich-Regel nicht weit genug. Er sieht klare Hinweise darauf, dass Ölkonzerne ihre Marktmacht ausnutzen und Pendler die Zeche zahlen. Daher fordert er zusätzlich eine Spritpreisbremse, die den Preisanstieg in Krisenzeiten begrenzen soll. Diese Forderung unterstreicht die politische Debatte um umfassendere Maßnahmen zur Entlastung der Verbraucher angesichts drastisch gestiegener Spritpreise.

Die geplante Regelung markiert einen wichtigen Schritt im Kampf gegen Preistreiberei an Tankstellen, doch die Diskussion über weitere Instrumente zur Preisdämpfung ist damit noch nicht abgeschlossen. Die kommende Woche wird zeigen, ob die Bundesregierung den Forderungen nach schneller Umsetzung nachkommt und wie sich die Spritpreise tatsächlich entwickeln werden.

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