Die Unionsfraktion im Bundestag hat angesichts der anhaltend hohen Öl- und Benzinpreise ein drittes Entlastungspaket für Autofahrer angekündigt. Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Sepp Müller (CDU) erklärte gegenüber der „Bild“-Zeitung: „Sollte die Blockade der Straße von Hormus weiter bestehen, sollten wir ein drittes Entlastungspaket auflegen. Im Mittelpunkt stehen dann gezieltere Hilfen für den Mittelstand, die Logistik und Pendler. Als Taskforce werden wir konkrete Maßnahmen vorlegen.“
Geplante Maßnahmen im Überblick
Laut Informationen der Zeitung aus Koalitionskreisen sind gezielte Hilfen für Gering- und Mittelverdiener sowie eine Erhöhung der Pendlerpauschale ab Juli im Gespräch. Diese Maßnahmen sollen diejenigen entlasten, die besonders stark unter den gestiegenen Spritpreisen leiden. Müller warnte jedoch vor überzogenen Erwartungen: „Zur Wahrheit gehört auch, dass eine Preisnormalisierung Monate dauern wird. Dauerhafte Subventionen aus Steuermitteln sind kaum möglich“, so der CDU-Politiker.
Hintergrund der Energiekrise
Die Bundesregierung und der Bundestag hatten bereits aufgrund des Iran-Kriegs Hilfen für Autofahrer beschlossen, darunter der Tankrabatt, der zum 1. Mai in Kraft tritt. Die aktuellen Spritpreise belasten sowohl Privathaushalte als auch Unternehmen erheblich. Die Union sieht nun weiteren Handlungsbedarf, um die wirtschaftlichen Folgen abzufedern. Die genauen Details des geplanten Pakets sollen in den kommenden Wochen von einer Taskforce erarbeitet werden.
Kritiker warnen jedoch vor einer zu starken finanziellen Belastung des Staatshaushalts. Müller betonte, dass die Hilfen zielgerichtet und zeitlich befristet sein müssten, um die öffentlichen Finanzen nicht zu überstrapazieren. Die Debatte über das Entlastungspaket wird voraussichtlich in den nächsten Sitzungswochen des Bundestags intensiv geführt werden.



