Aldi schließt Filiale in Loitz für Umbau – Neues Gewerbegebiet in Jarmen geplant
Aldi schließt Loitz-Filiale für Umbau – Jarmen plant Gewerbegebiet

Aldi-Filiale in Loitz schließt vorübergehend für umfangreichen Umbau

Der Discounter-Riese Aldi schließt zum Wochenende seine seit Jahrzehnten bestehende Filiale in der Kleinstadt Loitz in Vorpommern. Der letzte Öffnungstag an der Ortsausfahrt Richtung Grimmen ist der 18. April bis 20 Uhr. Seit Tagen läuft bereits ein umfassender Abverkauf, bei dem insbesondere Non-Food-Artikel stark reduziert angeboten werden.

Kunden befürchteten dauerhafte Schließung – doch es ist nur eine Pause

Viele Kunden aus der Peenestadt und der umliegenden Region hatten befürchtet, dass sich der international aktive Konzern dauerhaft aus Loitz zurückziehen könnte. Diese Sorgen scheinen jedoch unbegründet zu sein. Nach Informationen des Nordkurier handelt es sich bei der Schließung lediglich um eine zeitlich befristete Verkaufspause.

Das Geschäft an der Goethestraße soll grundlegend um- und ausgebaut werden. Bereits in der kommenden Woche beginnt voraussichtlich das große Ausräumen der verbliebenen Waren und der kompletten Innenausstattung, um Platz für die anstehenden Bauarbeiten zu schaffen.

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Bauarbeiten dürften mehrere Monate in Anspruch nehmen

Die Umbauarbeiten werden voraussichtlich mehrere Monate dauern. Genauere Details zu Umfang und Zeitplan waren bis zum Freitagnachmittag von Aldi noch nicht zu erhalten. Das Unternehmen, dessen Regionalgesellschaft für den Nordosten Deutschlands ihren Sitz in der benachbarten Stadt Jarmen hat, wurde bereits am Donnerstagvormittag um Stellungnahme gebeten.

Die Pressestelle des Konzerns reagierte am Freitag und bat um Geduld, da interne Rücksprachen notwendig seien. Eine Rückmeldung wurde für Anfang der kommenden Woche in Aussicht gestellt.

Jarmen plant neues Gewerbegebiet – Aldi-Umzug im Raum

Unbeantwortet bleibt vorerst auch die Frage nach der Zukunft der Aldi-Filiale in Jarmen. Seit Jahren kursieren Gerüchte, dass der Konzern den etablierten Laden an der innerstädtischen Hauptstraße schließen und an einen neuen Standort umziehen möchte.

Grund dafür sind Pläne der Stadt Jarmen, ein neues Gewerbegebiet auf dem Gelände einer ehemaligen Gartenanlage im Dreieck zwischen A20, B110 und L35 zu erschließen. Dieser Standort liegt an der Route für Touristen Richtung Ostsee und könnte für Aldi attraktiv sein. Die Erschließung des Areals ist nach bisherigen Informationen noch für dieses Jahr geplant.

Starker Wettbewerb in beiden Kleinstädten

In Jarmen selbst herrscht ein intensiver Wettbewerb unter den Lebensmittelhändlern. Neben Aldi gibt es einen „schwarzen“ Netto beim Einkaufszentrum am Busbahnhof, einen Norma in der Ortsmitte und einen Penny an der Ausfahrt zur L35 Richtung Greifswald.

Ähnlich ist die Situation in Loitz, wo gleich zwei Netto-Discounter präsent sind – der „rote“ sogar direkt gegenüber der Aldi-Filiale. Zusätzlich verfügt die Stadt über einen Edeka, der als einziges Geschäft dieser Art halbwegs zentral gelegen ist.

Das Aldi-Zentrallager für den Nordosten Deutschlands sowie die Regionalgesellschaft des Unternehmens befinden sich bereits im Jarmener Gewerbegebiet östlich der A20. Ein Umzug der Verkaufsstelle in dieses Gebiet würde somit betriebliche Synergien ermöglichen.

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