Aldi-Parkplatz in Monheim: Bürgermeister fordert Ende der Überwachung
Aldi-Parkplatz in Monheim: Bürgermeister fordert Ende der Überwachung

Auf dem Parkplatz einer Aldi-Filiale in Monheim am Rhein sorgt eine neue Überwachungsregelung für Unmut. Der Discounter hat die Bewirtschaftung des Parkplatzes an die Firma „ParkRaum Service“ übergeben, die seitdem Falschparker mit Vertragsstrafen von 25 Euro belegt. Nach Informationen von FOCUS online stellt der Betreiber bis zu 60 Knöllchen pro Tag aus.

Die Höchstparkdauer wurde auf anderthalb bis drei Stunden begrenzt, abhängig von der Tageszeit. Die Kennzeichen werden bei Ein- und Ausfahrt automatisch erfasst. Viele Bürger wurden von der Neuregelung überrascht, da sie nicht ausreichend angekündigt wurde. Betroffene berichten von Forderungen, die sich auf über 1500 Euro summieren.

Der Parkplatz ist ein zentraler Punkt in der Stadt: Neben dem Aldi-Markt befinden sich dort ein Einkaufszentrum, eine Sporthalle und eine Kindertagesstätte. Mitarbeiter der Kita nutzten den Parkplatz aus Gewohnheit und erhielten nun ebenfalls Knöllchen. Kita-Leiterin Susanne Gaspar berichtet von verzweifelten Kollegen, die die hohen Beträge nicht zahlen können.

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Monheims Bürgermeister Daniel Zimmermann kritisiert die Regelung scharf. Er betont, dass die Stadt das Grundstück vor über 20 Jahren an Aldi verkauft habe – mit der Auflage, dass der Parkplatz öffentlich bleibt. „Mit den nun eingeführten Kosten- und Zeit-Regelungen ist die Stadt nicht einverstanden“, so Zimmermann. Er rät Betroffenen, den Zahlungsaufforderungen nicht nachzukommen, und fordert Aldi auf, die Regelung rückgängig zu machen.

Die Stadt stellt ein Formular für vermeintliche Parksünder bereit. Bereits gezahlte Beträge können nur gerichtlich angefochten werden. Aldi Süd und ParkRaum Service haben auf Anfragen von FOCUS online nicht reagiert.

Verbraucherschützer weisen darauf hin, dass die Bedingungen für das Parken gut sichtbar ausgeschildert sein müssen. Ist dies nicht der Fall, können Betroffene Widerspruch einlegen. Die Verbraucherzentrale Niedersachsen empfiehlt, bei Zweifeln Fotos von unzureichenden Hinweisschildern zu machen und den Betreiber um Kulanz zu bitten.

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