Brauereien sterben: 2024 nur noch 1.415 Betriebe in Deutschland
Brauereien: Zahl sinkt auf 1.415

Die Zahl der Brauereien in Deutschland ist im vergangenen Jahr erneut deutlich gesunken. Wie das Statistische Bundesamt zum Internationalen Tag des Bieres am 7. August mitteilte, gab es 2024 nur noch 1.415 produzierende Betriebe – das sind 53 weniger als im Vorjahr. Gegenüber dem Rekordjahr 2019 mit 1.552 Brauereien ist der Rückgang sogar noch gravierender: Insgesamt 137 Betriebe haben seitdem aufgegeben.

Ursachen: Sinkender Absatz und steigende Kosten

Die Entwicklung hat mehrere Gründe. Zum einen sinkt der Bierabsatz in Deutschland seit Jahren kontinuierlich. Zum anderen steigen die Produktionskosten stark an – etwa für Energie, Rohstoffe und Personal. Zwar verzeichnet alkoholfreies Bier eine wachsende Nachfrage, doch die zusätzlichen Mengen können die Verluste beim traditionellen Bier nicht kompensieren.

Besonders betroffen sind kleine Brauereien, die oft weniger als 100.000 Liter im Jahr produzieren. Mehr als die Hälfte aller Betriebe fällt in diese Kategorie. Doch auch größere Unternehmen bleiben nicht verschont: Laut der Statistik gab es Betriebsaufgaben in allen Größenklassen.

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Bayern bleibt Brauereiland Nummer eins

Die regionale Verteilung zeigt weiterhin eine klare Dominanz Süddeutschlands. Mit 588 Brauereien führt Bayern die Statistik an, gefolgt von Baden-Württemberg mit 190 und Nordrhein-Westfalen mit 131 Betrieben. Diese drei Bundesländer vereinen zusammen mehr als die Hälfte aller Brauereien in Deutschland.

Die Zahlen basieren auf der jährlichen Erhebung des Statistischen Bundesamts, die Betriebe mit einem Jahresausstoß von mindestens 100 Hektolitern erfasst. Die Daten wurden anlässlich des Internationalen Tages des Bieres veröffentlicht, der traditionell auf den 7. August fällt.

Ausblick: Strukturwandel hält an

Fachleute erwarten, dass der Strukturwandel in der Branche weitergehen wird. Die steigenden Kosten und der veränderte Konsumverhalten setzen insbesondere kleineren Brauereien zu, die oft keine ausreichenden Skaleneffekte erzielen können. Gleichzeitig bietet der Trend zu regionalen und handwerklich gebrauten Bieren aber auch Chancen für innovative Betriebe.

Die aktuellen Zahlen verdeutlichen jedoch, dass der Rückgang ungebremst anhält. Innerhalb von nur fünf Jahren ist die Zahl der Brauereien um fast neun Prozent gesunken. Ob sich der Trend umkehren lässt, hängt nicht zuletzt von der weiteren Entwicklung der Kosten und der Nachfrage ab.

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