Cappuccino für über 10 Euro: In diesen europäischen Städten wird Kaffee zum Luxusgut
Cappuccino für über 10 Euro: Kaffee wird zum Luxusgut

Cappuccino für über 10 Euro: In diesen europäischen Städten wird Kaffee zum Luxusgut

Vom morgendlichen Wachmacher zum teuren Luxusgetränk: Die Preise für Kaffee ziehen in Europa spürbar an. Während mancherorts eine Tasse Kaffee noch für unter 2 Euro zu haben ist, verlangen Cafés in touristischen Hotspots oder exklusiven Lagen bereits zweistellige Beträge.

Wo Kaffee in Europa besonders teuer ist

In Budapest sorgt das berühmte Ringstraßen-Café „New York“ für Aufsehen: Hier kostet ein Cappuccino umgerechnet rund 11 Euro. Auch im mondänen „Gerbeaud“ müssen Gäste etwa 7 Euro für die Kaffeespezialität bezahlen. Zum Vergleich: In einem durchschnittlichen Café in der ungarischen Hauptstadt liegt der Richtpreis bei moderaten 3,20 Euro.

In Kopenhagen zeigt sich ein ähnliches Bild. In der renommierten Konditorei La Glace gibt es ausschließlich Filterkaffee – und dieser wird zum stolzen Preis von etwa 10,50 Euro angeboten. Ein Cappuccino kostet in der dänischen Hauptstadt im Durchschnitt um die 6 Euro, in exklusiven Lagen sogar bis zu 8 Euro.

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Moderate Preise mit touristischen Ausreißern

In Wien, wo Kaffeehäuser zum kulturellen Erbe zählen, bewegen sich die Preise für Cappuccino und die traditionelle Wiener Melange meist zwischen 5 und knapp 6 Euro. Allerdings verlangen manche Edel-Kaffeehäuser mehr als 7 Euro. Branchenvertreter wie Wolfgang Binder berichten bereits von gesunkenen Pro-Kopf-Umsätzen als Reaktion auf die steigenden Preise.

In der Schweiz bezahlt man umgerechnet gut 7 Euro für einen Cappuccino – in Städten wie Zürich und Genf ist dies keine Seltenheit. Paris bietet ein breites Preisspektrum: Von 2 Euro für einen einfachen Kaffee am Tresen bis über 5 Euro für einen Cappuccino im touristischen Zentrum der Metropole.

Deutschland im europäischen Vergleich

In Deutschland betrug der durchschnittliche Preis für einen Cappuccino im Jahr 2025 nach Angaben von YouGov 3,14 Euro. Zum Vergleich: Im Jahr 2021 lag dieser Wert noch bei 2,24 Euro. Damit gehört Deutschland zu den Ländern mit moderateren Kaffeepreisen in Europa.

Sitzplatz kostet Extra-Gebühr

Besonders in touristischen Regionen zeigt sich ein interessantes Phänomen: Wer sitzen möchte, zahlt deutlich mehr. Im Heimatland des Cappuccino, Italien, gehen die Preise weit auseinander. In Rom bekommt man die Tasse schon für 1,20 Euro, aber in touristischen Hotspots kann der Preis schnell auf ein Vielfaches steigen.

In Madrid kostet der „Cortado“, ein Espresso mit einem Schuss Milch, zwischen 1,50 und 2,50 Euro. Wer es luxuriös mag, zahlt in Nobelhotels oder Designer-Cafés für einen Kaffee schon mal zweistellige Beträge.

Günstige Alternativen in teuren Städten

In Athen kostet ein Cappuccino im Zentrum zwischen 4,50 und 6 Euro. Für Sparsame bietet sich hier der griechische Mokka als Alternative an – dieser kostet meist nur 2 bis 3 Euro. Auch in anderen Städten lohnt es sich, abseits der touristischen Hauptwege nach günstigeren Cafés Ausschau zu halten.

Die Entwicklung zeigt deutlich: Was früher ein alltägliches Genussmittel war, entwickelt sich in manchen europäischen Städten zunehmend zum Luxusartikel. Besonders Touristen müssen für ihren Kaffeegenuss immer tiefer in die Tasche greifen.

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