Estrel Tower: Kein einziger Büromieter ein Jahr nach Vermarktungsstart
Estrel Tower: Kein Büromieter nach einem Jahr

Ein Jahr nach dem Start der Vermarktung der Büroflächen im Estrel Tower in Berlin-Neukölln ist noch immer kein einziger Mieter gefunden. Das bestätigte eine Sprecherin des Estrel auf Anfrage des Tagesspiegels. Der 176 Meter hohe Wolkenkratzer, Berlins erster seiner Art, sollte ab Ende 2026 auf sieben der 45 Etagen Büros beherbergen. Das Maklerunternehmen Engel & Völkers hatte die Flächen im Juli 2025 als „hochwertige Büroflächen mit flexiblen Grundrissen und Rundum-Service“ angepriesen, inklusive Concierge, Rooftop-Bar, Fitness- und Eventbereichen sowie der Möglichkeit zur Hotelübernachtung im selben Gebäude. Doch wenige Monate vor dem erhofften Einzug erster Mieter bleibt der Turm ohne Büromieter.

Nachfrage nach hochwertigen Büros zieht an

Laut Immobilienexperten ist die Nachfrage nach hochwertigen Büroflächen in Berlin in den letzten Monaten wieder gestiegen. Dennoch konnte der Estrel Tower bislang nicht davon profitieren. Woran das liegt, ist unklar. Möglicherweise spielen die hohen Mietpreise oder die spezielle Lage im Stadtteil Neukölln eine Rolle. Das Gebäude vereint Hotel, Büros und Freizeitangebote unter einem Dach – ein Konzept, das offenbar noch nicht ausreichend überzeugt.

Herausforderungen bei der Vermietung

Die Vermietung von Büroflächen in Wolkenkratzern ist in Berlin Neuland. Der Estrel Tower ist der erste Hochhausbau dieser Größenordnung in der Hauptstadt. Die Vermarktung begann im Juli 2025, doch bis heute wurde kein Büromieter akquiriert. Eine Sprecherin des Estrel bestätigte: „Bislang haben wir noch keinen Büromieter gefunden.“ Das ist besonders bemerkenswert, da die Berliner Büromarktlage sich zuletzt verbessert hat. Laut Branchenberichten stieg die Flächennachfrage im dritten Quartal 2025 um 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dennoch bleibt der Estrel Tower außen vor.

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Zukunft des Projekts ungewiss

Die fehlende Vermietung wirft Fragen zur Zukunft des Projekts auf. Der Estrel Tower sollte ein Leuchtturmprojekt für Berlin werden, doch die Realität sieht anders aus. Es bleibt abzuwarten, ob die Betreiber ihre Strategie anpassen oder weitere Anreize schaffen, um Mieter zu locken. Die Sprecherin des Estrel äußerte sich nicht zu möglichen Änderungen. Der Tagesspiegel berichtete exklusiv über den aktuellen Stand.

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