EU-Preisdeckel für Sprit: Kroatien und Ungarn setzen Obergrenzen für Benzinpreise fest
EU-Preisdeckel: Kroatien und Ungarn deckeln Benzinpreise

EU-Preisdeckel für Sprit: Kroatien und Ungarn setzen Obergrenzen für Benzinpreise fest

Als Reaktion auf die stark gestiegenen Kraftstoffkosten infolge des Iran-Krieges führen Kroatien und Ungarn als erste EU-Länder Preisobergrenzen für Benzin und Diesel ein. Diese Maßnahmen sollen die Belastung für Verbraucherinnen und Verbraucher mildern und die wirtschaftlichen Auswirkungen der Energiekrise abfedern.

Kroatien setzt Obergrenzen ab Dienstag in Kraft

Der kroatische Regierungschef Andrej Plenkovic erklärte am Montag, dass ab Dienstag eine Preisobergrenze von 1,55 Euro pro Liter Diesel gelten wird. Für Benzin wurde eine maximale Grenze von 1,50 Euro pro Liter festgelegt. Diese Regelung tritt unmittelbar in Kraft und soll die seit Kriegsbeginn explodierenden Preise stabilisieren.

Ungarn führt geschützte Preise für registrierte Fahrzeuge ein

Parallel dazu kündigte der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban einen Preisdeckel an, der ab Mitternacht in der Nacht zum Dienstag wirksam wird. In einem Video im Onlinedienst Facebook betonte Orban: "Wir führen einen geschützten Preis für Benzin und Diesel ein, über den die Einzelhandelspreise nicht hinausgehen dürfen." Dieser Preisdeckel gilt ausschließlich für in Ungarn registrierte Fahrzeuge, um Missbrauch zu verhindern.

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Zusätzlich kündigte Orban an, dass die ungarische Regierung staatliche Reserven freigeben wird, um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Diese Maßnahmen sind Teil einer umfassenden Strategie, um die wirtschaftlichen Folgen der Energiekrise zu bewältigen.

Hintergrund: Steigende Energiepreise durch den Iran-Krieg

Die Öl- und Gaspreise sind infolge des Krieges im Iran drastisch in die Höhe geschnellt. Der Ölpreis stieg erstmals seit fast vier Jahren wieder auf mehr als 100 Dollar pro Barrel, während auch der Gaspreis weiter anstieg. Hauptgründe für diese Entwicklung sind:

  • Die faktische Sperrung der Straße von Hormus, einer kritischen Schifffahrtsroute für Ölexporte.
  • Angriffe auf Raffinerien in wichtigen Ölproduktionsländern wie Katar, Saudi-Arabien und Bahrain.

Diese geopolitischen Spannungen haben zu erheblichen Verwerfungen auf den globalen Energiemärkten geführt, die nun durch nationale Preisdeckel abgemildert werden sollen.

Die Einführung von Preisobergrenzen in Kroatien und Ungarn markiert einen bedeutenden Schritt in der EU, um auf die aktuelle Energiekrise zu reagieren. Weitere Länder könnten ähnliche Maßnahmen erwägen, um die wirtschaftliche Stabilität in der Region zu erhalten.

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