Handwerk in Deutschland: Stagnation und massiver Jobabbau trotz minimaler Wachstumshoffnung
Handwerk: Stagnation und Jobabbau trotz Hoffnung

Handwerk in Deutschland: Stagnation und massiver Jobabbau trotz minimaler Wachstumshoffnung

Das deutsche Handwerk befindet sich weiterhin in einer schwierigen Phase. Nach einem enttäuschenden Jahr 2025, das entgegen früheren Prognosen nur Stagnation oder ein geringfügiges nominales Plus brachte, erwartet der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) für 2026 lediglich ein minimales Umsatzwachstum von 1 Prozent. Gleichzeitig prognostiziert der Verband einen dramatischen Beschäftigungsrückgang von rund 60.000 Personen, hauptsächlich bedingt durch altersbedingte Austritte.

Gemischte Bilanz und regionale Unterschiede

Im Vorfeld der Internationalen Handwerksmesse (IHM) und der Zukunft Handwerk, die kommende Woche in München starten, zeichnet ZDH-Generalsekretär Holger Schwannecke ein differenziertes Bild der Branchenlage. Während sich Bereiche wie Gebäudetechnik, Energieeffizienz und Klimaanpassung stabil entwickeln, stehen andere, insbesondere energieintensive Betriebe, das Bauhauptgewerbe und Lebensmittelhandwerke, unter erheblichem Druck. Hohe Kosten, lange Genehmigungsverfahren und eine überbordende Bürokratie belasten diese Unternehmen stark.

Enttäuschung über die Bundesregierung

Die Bilanz nach fast 300 Tagen der neuen Bundesregierung fällt gemischt aus. Positiv werden zwar Maßnahmen wie verbesserte Abschreibungsmöglichkeiten für Investitionen, das Entlastungskabinett und die Modernisierungsagenda gewertet. Dennoch herrscht in vielen Handwerksbetrieben Ernüchterung und Frust, da diese Initiativen im Betriebsalltag kaum spürbar sind. Der enorme Belastungsdruck durch Steuern, Sozialabgaben und Energiepreise überwiegt, und der angekündigte „Herbst der Reformen“ ist ausgeblieben, was zu großer Enttäuschung führt.

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Messe als Plattform für Sorgen

Bei der Internationalen Handwerksmesse, die am 4. März beginnt, bietet sich für das Handwerk die Gelegenheit, seine Anliegen direkt an die Regierung zu adressieren. Traditionell nutzt auch Politikprominenz die IHM, um mit der Branche in den Dialog zu treten. Diese Veranstaltung könnte ein wichtiger Schritt sein, um die aktuellen Herausforderungen wie Stagnation und Jobabbau zu thematisieren und nachhaltige Lösungen zu finden.

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