Kodi übernimmt Mäc Geiz: Discounter-Fusion schafft bundesweite Präsenz
Kodi übernimmt Mäc Geiz: Fusion der Discounter

Kodi übernimmt Mäc Geiz: Fusion schafft bundesweiten Discounter-Riesen

Im deutschen Einzelhandel bahnt sich eine bedeutende Fusion an. Die Kodi Beteiligungs GmbH, zu der der bekannte Discounter Kodi gehört, übernimmt die ostdeutsche Kette Mäc Geiz. Die Kaufverträge sind bereits unterzeichnet, wie das Unternehmen auf Nachfrage der Deutschen Presse-Agentur bestätigte. Der endgültige Abschluss der Transaktion wird in den kommenden Wochen erwartet.

Zwei regionale Stärken werden vereint

Diese strategische Übernahme bringt zwei komplementäre Marken zusammen. Der Haushaltsdiscounter Kodi mit Firmensitz in Oberhausen ist mit seinen 150 Filialen traditionell im Westen Deutschlands stark vertreten, insbesondere in Nordrhein-Westfalen. Mäc Geiz hingegen hat seinen Hauptsitz in Landsberg in Sachsen-Anhalt und verfügt über etwa 200 Standorte, die sich überwiegend in den ostdeutschen Bundesländern befinden.

Beide Markennamen sollen nach der Übernahme bestehen bleiben, was eine kluge Entscheidung für die Kundenbindung darstellt. Zusammen schaffen die beiden Ketten ein Filialnetz von insgesamt 350 Standorten, das nun erstmals eine flächendeckende Präsenz in ganz Deutschland ermöglicht.

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Gemeinsame Stärken bündeln

Kodi-Geschäftsführer Fabian Grund erklärte das strategische Ziel der Zusammenarbeit: „Wir wollen die Stärken beider Unternehmen bündeln und gemeinsame Strukturen nutzen.“ Besonders der Einkauf soll enger verzahnt werden, was zu besseren Konditionen und einer breiteren Produktpalette führen könnte.

Beide Discounter beschäftigen jeweils etwa 1.200 Mitarbeiter und bieten ähnliche Produkte des täglichen Bedarfs an. Dazu gehören Haushaltswaren, Drogerieartikel und Schreibwaren. Sie konkurrieren auf dem hart umkämpften Markt mit anderen Non-Food-Discountern wie Action, Tedi und Woolworth.

Hintergrund der Transaktion

Bisheriger Gesellschafter der Mäc Geiz Handelsgesellschaft mbH war die österreichische MTH Retail Group. Diese verkauft nun ihre Anteile und steigt im Gegenzug als Minderheitsgesellschafterin bei der Kodi Beteiligungs GmbH ein. Die Zusammenarbeit zwischen den Unternehmen soll in Zukunft weiter ausgebaut werden.

Die Fusion kommt zu einem kritischen Zeitpunkt für Kodi. Das Filialnetz des Discounters schrumpfte im vergangenen Jahr infolge einer Insolvenz von 230 auf nur noch 150 Standorte. Diese Übernahme könnte daher ein wichtiger Schritt zur Stabilisierung und Expansion sein.

Historische Wurzeln beider Marken

Die Geschichte beider Unternehmen reicht Jahrzehnte zurück. Der Name Kodi setzt sich aus dem Gründernamen Koch und dem Wort Discount zusammen. Die erste Filiale wurde bereits 1982 in Düsseldorf eröffnet. Mäc Geiz startete etwas später, im Jahr 1994, mit seinem ersten Geschäft in Halle an der Saale.

Diese Fusion markiert einen bedeutenden Wendepunkt im deutschen Discount-Einzelhandel. Durch die Kombination der regionalen Stärken entsteht ein neuer, bundesweit agierender Player, der sowohl im Westen als auch im Osten Deutschlands fest verankert ist.

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