Neueröffnung im Citti-Park Rostock: Mister*Lady zieht ein – Anwohner äußern Kritik
Im Citti-Park in Rostock-Schmarl steht eine bedeutende Veränderung im Einzelhandel bevor. Ab dem 5. März wird die deutsche Modekette Mister*Lady eine neue Filiale eröffnen und damit den ehemaligen Standort der Spielwaren-Kette Spiele Max belegen. Diese musste Ende 2023 im Zuge einer Insolvenz schließen, was bei vielen Anwohnern Bedauern auslöst.
Diskussionen in Sozialen Medien: Der Wunsch nach einem Spielzeugladen
Die Ankündigung der Neueröffnung hat auf Social-Media-Kanälen lebhafte Reaktionen hervorgerufen. Ein Nutzer kommentierte beispielsweise: „Mir wäre ein Spielzeugladen lieber“, und fand damit Zustimmung bei anderen. Viele monieren die nun längeren Wege zum nächsten Spielwarengeschäft, was die praktische Versorgung vor Ort erschwert.
Citti-Park-Manager Ivo Ortlepp zeigt Verständnis für diese Wünsche. Er betont jedoch, dass die Vermietung an Mister*Lady bereits seit November 2025 feststand. „Mister*Lady konnten genau diese Größe gut gebrauchen, so wie wir es freihatten. Und darauf kommt es ja immer an, das muss ja alles zusammenpassen“, erklärt Ortlepp. Trotz der Kritik wurden umfangreiche Umbauten vorgenommen, um den neuen Laden optimal einzurichten.
Weitere Neueröffnung: Barbershop ergänzt das Angebot
Parallel zur Mister*Lady-Filiale wird im März auch der Friseur Lounge Rostock als neuer Barbershop eröffnen. Dieser ist über den Außenbereich des Centers zugänglich und rundet das Angebot ab. „Und dann sind wir auch tatsächlich voll“, so Ortlepp, der darauf hinweist, dass der Citti-Park seit seiner Eröffnung Mitte der 1990er Jahre keine Probleme mit der Vermietung hatte. Bereits 2018 zog mit Kaufland ein weiterer großer Anker-Mieter in den Komplex ein.
Hintergrund: Mister*Lady – ein Unternehmen mit bewegter Geschichte
Mister*Lady ist ein deutsches Bekleidungsunternehmen mit Sitz in Schwabach, das 1967 gegründet wurde und sich auf junge Mode spezialisiert hat. Nach eigenen Angaben betrieb die Kette 2017 rund 300 Filialen in Deutschland und Österreich, wobei der Schwerpunkt traditionell in Süddeutschland lag. Der Umsatz belief sich in diesem Jahr auf etwa 150 Millionen Euro bei rund 1700 Beschäftigten.
Die Unternehmensgeschichte war jedoch nicht immer einfach: 2019 musste die österreichische Tochtergesellschaft mit 35 Filialen Insolvenz anmelden, was zur Schließung mehrerer Standorte, darunter aller vier Wiener Filialen, führte. Seit 2023 wurden in Österreich jedoch sowohl neue als auch alte Filialen wiedereröffnet, was auf eine erfolgreiche Restrukturierung hindeutet.
Die Eröffnung in Rostock markiert somit einen weiteren Schritt in der Expansion des Unternehmens, auch wenn sie bei einigen Anwohnern gemischte Gefühle auslöst.



