Mittagstisch vorbei? Nicht bei Monika (66) und Azubi Niclas (17) in Ueckermünder Fleischerei
Monika (66) und Azubi (17) begeistern in Fleischerei mit Service

Außergewöhnlicher Service in Ueckermünder Fleischerei begeistert Kunden

Eine Redakteurin erlebte kürzlich in der Fleischerei Robert Kriewitz in Ueckermünde, wie echter Kundenservice aussieht. Trotz vorbei Mittagstisch und geschlossener Gastronomie in der Tourismusregion verwandelten Monika Tessmann (66) und Azubi Niclas Jelitte (17) die Enttäuschung einer hungrigen Familie in ein unvergessliches kulinarisches Erlebnis.

Die geborene Verkäuferin Monika Tessmann

Monika Tessmann, eine quirlige und kommunikative 66-Jährige, steht seit vielen Jahren hinter der Theke der Fleischerei. Auch im Rentenalter arbeitet sie noch auf Zuverdienstbasis, doch ihre Leidenschaft für den Verkauf ist ungebrochen. Als die Redakteurin mit ihrer Mutter und ihrem Sohn nach erfolgloser Suche nach Fischbrötchen am Stettiner Haff die Fleischerei betrat, erkannte Tessmann sofort die Enttäuschung der Gäste.

Der Mittagstisch war zwar vorbei, doch das hielt Tessmann nicht ab. In Windeseile erwärmte sie ein Glas selbstgemachter Soljanka in der Mikrowelle und bereitete einen Teller mit reichlich Kartoffelsalat und einem knusprigen Kotelett für den Junior zu. Dazu gab es noch einen Burger und belegte Brötchen – alles serviert mit einem Lächeln und echter Herzlichkeit.

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Azubi Niclas Jelitte zeigt Verkaufstalent

Der erst 17-jährige Azubi im zweiten Lehrjahr, Niclas Jelitte, machte seiner älteren Kollegin in nichts nach. Während Tessmann das Essen zubereitete, schnitt Jelitte Kostproben von Fenchelsalami, mediterranem Filet und Rindsknacker auf. Redegewandt erläuterte er die Herstellungsprozesse, pries die Qualität der Produkte und lobte seinen Chef Robert Kriewitz in den höchsten Tönen.

„Das ist ein Macher“, sagten beide Mitarbeiter stolz über ihren Arbeitgeber. Die Begeisterung und das Fachwissen des jungen Auszubildenden beeindruckten die Kunden zutiefst und rundeten das positive Erlebnis ab.

Warum ist das nicht überall so?

Im Auto auf der Rückfahrt fragte sich die Redakteurin nachdenklich: „Warum ist das bloß nicht überall so?“ Sie erinnerte sich an zahlreiche Lokale und Läden, wo Kunden mit einem mauligen „Mittagstisch ist vorbei“ abgefertigt worden wären. Das Fazit der Familie lautete: „Irgendwas muss der Boss da verdammt richtig machen. Aber genauso wichtig ist es wahrscheinlich, dass die Kohle stimmt und der richtige Mensch auch am richtigen Arbeitsplatz steht. Denn zum Dienstleisten muss man geboren sein.“

Die Geschichte von Monika Tessmann und Niclas Jelitte zeigt, dass exzellenter Service und echte Leidenschaft für den Job auch in scheinbar alltäglichen Berufen wie dem Fleischerhandwerk einen großen Unterschied machen können. In einer Zeit, in der die Dienstleistungsbranche oft mit Personalmangel und Unzufriedenheit kämpft, sind solche positiven Beispiele umso wertvoller.

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