München bleibt mit durchschnittlich 25,03 Euro pro Quadratmeter die teuerste Stadt für Neubaumieten in Deutschland. Das zeigt ein Ranking des privaten Forschungsinstituts Empirica für das erste Quartal 2026. Auf Platz zwei folgt Frankfurt am Main mit 21,34 Euro, gefolgt von Hamburg mit 20,88 Euro. Die Auswertung basiert auf rund zwei Millionen Inseraten für Neubauwohnungen mit gehobener Ausstattung und einer Größe von 60 bis 80 Quadratmetern.
Hintergrund: Hohe Mietquote in Deutschland
In Deutschland wohnt etwa jede zweite Person zur Miete. Laut Eurostat lag die Mietquote 2025 bei rund 53 Prozent – EU-Spitzenwert. Die Mietpreise steigen bundesweit, besonders in Großstädten. Das Ranking von Empirica zeigt Tendenzen, zeichnet aber kein umfassendes Bild des gesamten Mietmarkts.
Platz 10 bis 8: Augsburg, Rosenheim, Freiburg
Augsburg belegt mit 17,60 Euro pro Quadratmeter den zehnten Platz. Die Stadt ergreift Maßnahmen wie den Bau günstiger Wohnungen durch die städtische Wohnbaugruppe und die Vermietung öffentlich geförderten Wohnraums durch das „Wohnbüro“. Rosenheim liegt mit 17,62 Euro auf Platz neun – obwohl die Stadt nur rund 66.882 Einwohner zählt. Ein Sprecher führt die hohen Mieten auf das Freizeitangebot und die Nähe zu München zurück: „Hohe Mieten und Wohnungsknappheit in der Landeshauptstadt sorgen für eine Verdrängung ins Umland, auch nach Rosenheim.“ In den vergangenen sechs Jahren entstanden 600 neue Wohnungen. Freiburg im Breisgau erreicht mit 18,04 Euro Platz acht. Die Leerstandsquote liegt dort zwischen 0,1 und 0,3 Prozent, bedingt durch eine Satzung gegen Zweckentfremdung von Wohnraum seit 2014.
Platz 7 bis 5: Düsseldorf, Heidelberg, Stuttgart
Düsseldorf ist mit 18,39 Euro pro Quadratmeter die teuerste Rheinmetropole. Laut einer Analyse von Immowelt stiegen die Mieten zwischen März 2022 und März 2026 um 17,5 Prozent, während Köln nur einen Anstieg von zwölf Prozent verzeichnete. Heidelberg belegt mit 18,80 Euro Platz sechs und zählt zu den teuersten Universitätsstädten. Im Kopernikusquartier der Bahnstadt entstehen 206 Wohnungen, davon 54 mietpreisgebunden mit 67 Prozent der ortsüblichen Miete. Stuttgart liegt mit 18,86 Euro auf Platz fünf. Mieter mussten laut 21st Real Estate im Jahr 2023 durchschnittlich 29 Prozent ihres Nettoeinkommens für die Kaltmiete aufwenden.
Platz 4 bis 1: Potsdam, Hamburg, Frankfurt, München
Potsdam belegt mit 20,00 Euro pro Quadratmeter Platz vier. Die Stadt hat kaum Leerstand, was die Wohnungssuche erschwert. Hamburg liegt mit 20,88 Euro auf Platz drei. Laut Mietspiegel stiegen die Mieten für Objekte ohne Preisbindung von 2021 bis 2023 um 5,8 Prozent, nach einem Anstieg von 7,3 Prozent von 2019 bis 2021. Frankfurt am Main ist mit 21,34 Euro die zweitteuerste Stadt. München führt das Ranking mit 25,03 Euro an – fast vier Euro mehr als Frankfurt. Im Februar 2026 demonstrierten Tausende unter dem Motto „Uns glangt’s! Mieten runter“ gegen die hohen Preise.



