Die Bioraffinerie im Chemiepark Leuna nimmt weiter Fahrt auf: Ab 2027 soll die Anlage ihre volle Produktionskapazität erreichen. Das gab das Umweltministerium in Magdeburg bekannt. Bereits Ende 2025 konnten die ersten kommerziellen Lieferungen von Industriezucker erfolgen. In den kommenden Wochen startet die Produktion von erneuerbaren funktionellen Füllstoffen, die in Gummi- und Plastikprodukten zum Einsatz kommen.
Investition von 1,3 Milliarden Euro
Der finnische Konzern UPM hat 1,3 Milliarden Euro in die Bioraffinerie investiert. Hier werden aus Hartholz Biochemikalien hergestellt, die fossile Rohstoffe ersetzen. Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) besuchte gemeinsam mit Landesumweltminister Armin Willingmann (SPD) die Anlage und zeigte sich beeindruckt: „Innovative Biochemikalien sind ein echter Gamechanger. Wenn aus Holz neue Verpackungen, Klebstoffe oder Textilien entstehen, spart das Plastik und hilft dem Klima.“
Leuchtturm der Bioökonomie
Willingmann bezeichnete die Bioraffinerie als „Leuchtturm der Bioökonomie“, der den Chemiestandort Leuna nachhaltig stärke. Die Anlage soll einen wichtigen Beitrag zur Kreislaufwirtschaft leisten und die Abhängigkeit von fossilen Rohstoffen reduzieren. Die Produktion läuft schrittweise an, um eine gleichbleibend hohe Qualität zu gewährleisten.



