Maschinenbau: Großaufträge im Juni sorgen für Auftragsplus
Maschinenbau: Großaufträge im Juni für Auftragsplus

Die Unternehmen des Maschinen- und Anlagenbaus in Baden-Württemberg haben im zweiten Quartal 2024 einen Auftragszuwachs von 3,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verzeichnet. Besonders der Juni stach mit einem kräftigen Plus von 9,3 Prozent hervor, wie der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) mitteilte. Ausschlaggebend waren Großaufträge, die das ansonsten schwache Inlandsgeschäft überlagerten.

Inlands- und Auslandsaufträge entwickeln sich unterschiedlich

Während die Inlandsaufträge im zweiten Quartal um 1,6 Prozent zulegten, stiegen die Auslandsaufträge um 4,6 Prozent. Besonders deutlich war der Unterschied im Juni: Hier wuchsen die Inlandsaufträge um 13,4 Prozent, die Auslandsaufträge dagegen nur um 5,4 Prozent. Ohne die Berücksichtigung der Großaufträge hätte das Wachstum jedoch deutlich geringer ausfallen können, da das Tagesgeschäft weiterhin von Zurückhaltung geprägt ist.

„Die Großaufträge im Juni haben die Bilanz gerettet, aber sie dürfen nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Nachfrage im Tagesgeschäft weiterhin schwach ist“, kommentierte ein Sprecher des VDMA die Zahlen. Die Branche kämpft weiterhin mit hohen Energiepreisen und einer verhaltenen Weltkonjunktur.

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Auftragseingang im ersten Halbjahr insgesamt positiv

Im gesamten ersten Halbjahr 2024 stieg der Auftragseingang der baden-württembergischen Maschinenbauer um 1,2 Prozent. Während die Inlandsaufträge um 0,8 Prozent zunahmen, legten die Auslandsaufträge um 1,5 Prozent zu. Allerdings blieb die Dynamik hinter dem Bundestrend zurück, denn bundesweit verzeichnete der Maschinenbau im gleichen Zeitraum ein Plus von 2,5 Prozent.

Die positive Entwicklung ist vor allem auf Großaufträge zurückzuführen, etwa im Bereich der Energietechnik und des Sondermaschinenbaus. Experten warnen jedoch, dass die konjunkturelle Erholung noch nicht nachhaltig sei. „Die Unternehmen sind weiterhin vorsichtig, was Investitionen angeht“, betonte der VDMA-Sprecher.

Ausblick bleibt verhalten

Für das dritte Quartal erwartet der VDMA eine Fortsetzung der verhaltenen Entwicklung. Die Auftragsbestände sind zwar weiterhin gut gefüllt, aber die Neuaufträge aus dem In- und Ausland lassen keinen nachhaltigen Aufschwung erkennen. Besonders die Nachfrage aus der Automobilindustrie und dem Anlagenbau ist schwach.

Der Maschinenbau ist eine der wichtigsten Industriebranchen in Baden-Württemberg mit rund 300.000 Beschäftigten. Die Unternehmen hoffen auf eine Belebung der Weltwirtschaft und auf Impulse durch die digitale Transformation und den Klimaschutz.

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