Maschinenbau: VDMA senkt Produktionsprognose für 2026 auf Nullwachstum
Maschinenbau: VDMA senkt Prognose auf Nullwachstum

Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) hat seine Produktionsprognose für das Jahr 2026 nach unten korrigiert. Statt des bisher erwarteten Wachstums von einem Prozent rechnen die Volkswirte des Verbandes nun mit einer Stagnation der realen Produktion. Grund dafür sind die wirtschaftlichen Folgen des Krieges in der Golfregion, die die ohnehin angespannte Lage der Branche weiter verschärfen.

Produktion stagniert – Kapazitäten deutlich unterdurchschnittlich

„Wir gehen davon aus, dass die reale Produktion 2026 zum Vorjahr nicht wächst“, sagte VDMA-Chefvolkswirt Johannes Gernandt. Die Branche mit rund einer Million Beschäftigten gilt als Rückgrat der deutschen Wirtschaft und umfasst neben vielen Mittelständlern auch börsennotierte Konzerne wie Siemens Energy und Thyssenkrupp.

Zwar stiegen die Bestellungen in den ersten vier Monaten 2026 um drei Prozent, doch viele Betriebe sind nicht ausgelastet. Die technischen Kapazitäten lagen im April bei 77,8 Prozent – deutlich unter dem mittleren Wert von 85,6 Prozent. Dies zeigt, dass die Produktion trotz höherer Auftragseingänge nicht im erwarteten Maße anzieht.

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Irankrieg und Inflation belasten die Branche

Der Krieg in der Golfregion habe die weltweite Unsicherheit erhöht und die Inflation angetrieben, so der VDMA. Zudem belaste das Thema Lieferketten die Branche wieder stärker. Selbst wenn sich die Lage an der Straße von Hormus schnell entspanne, werde es noch einige Zeit dauern, bis sich der globale Handel normalisiere. Die erwartete konjunkturelle Erholung verschiebe sich dadurch weiter nach hinten.

„Wir sind aber optimistisch, dass sich die Lage im Laufe des Jahres bessert“, sagte Gernandt. Allerdings werde die Dynamik aufgrund des schwachen Jahresauftakts nicht ausreichen, um die Produktion im Gesamtjahr ins Plus zu drehen.

Ausblick: Erholung erst 2027?

Die Unsicherheit durch den Irankrieg und die anhaltenden Lieferkettenprobleme könnten die deutsche Maschinenbaubranche noch länger belasten. Viele Unternehmen hoffen auf eine schnelle Entspannung, doch der VDMA rechnet frühestens im Laufe des Jahres 2027 mit einer spürbaren Erholung. Die Branche bleibt damit hinter den Erwartungen zurück, die zu Jahresbeginn noch von einem moderaten Wachstum ausgingen.

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