N26 erreicht 2025 erstmals Gewinn – 1,6 Millionen Euro Überschuss
N26 erstmals profitabel: 1,6 Mio. Euro Gewinn 2025

Die Berliner Neobank N26 hat im Geschäftsjahr 2025 erstmals seit ihrer Gründung einen Gewinn erzielt. Der Jahresüberschuss belief sich auf 1,6 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Damit gelang der Smartphonebank zehn Jahre nach dem Marktstart der Sprung in die Gewinnzone.

Deutliche Verbesserung im Vergleich zu den Vorjahren

Im Jahr 2024 hatte N26 noch einen Verlust von 42 Millionen Euro verbucht, 2023 lag der Fehlbetrag sogar bei 102 Millionen Euro. Das 2013 gegründete Fintech sprach von einem „erstmals vollständig profitablen Geschäftsjahr“. Der Zinsüberschuss stieg um fast die Hälfte auf 166 Millionen Euro, der Provisionsüberschuss erhöhte sich um etwa ein Fünftel auf 184 Millionen Euro. Dabei spielen Einnahmen aus Kartentransaktionen eine wesentliche Rolle.

Kundenwachstum und offene Kennzahlen

Die Zahl der ertragsrelevanten Kunden stieg auf 5,6 Millionen – ein Plus von 800.000 im Vergleich zum Vorjahr. Wie genau der Jahresüberschuss zustande kam, gab N26 nicht preis. Weitere Kennzahlen wie Kosten, Wertberichtigungen und Steuern wurden nicht veröffentlicht. Das Finanz-Start-up hatte Anfang 2015 mit „Number26“ in Deutschland und Österreich eine Banking-App inklusive Girokonto und Mastercard gestartet.

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Wettbewerbsdruck und aufsichtsrechtliche Probleme

N26 war mit großen Ambitionen gestartet, doch andere Neobanken und Neobroker sind längst vorbeigezogen. Die britische Neobank Revolut erzielte 2025 einen Nettogewinn von 1,5 Milliarden Euro, und der Berliner Neobroker Trade Republic steigerte seine Kundenzahl rasant. Über mehrere Jahre hinweg kritisierte die deutsche Finanzaufsicht Bafin N26 deutlich. 2021 monierte sie Mängel im Risikomanagement und verhängte ein Limit von 50.000 Neukunden pro Monat. Bei einer Routineprüfung der Bundesbank Ende 2024 wurden erneut zahlreiche Mängel festgestellt, vor allem im Risikomanagement. Auch die Bafin wurde wieder eingeschaltet.

Führungswechsel und Ausblick

Die erneute Kritik der Aufsicht führte zu einem umfangreichen Umbau an der Spitze. Die Firmengründer Valentin Stalf und Maximilian Tayenthal zogen sich im Laufe des vergangenen Jahres auf Druck einiger Investoren aus der operativen Führung zurück. Seit Anfang April 2026 ist der Brite Mike Dargan, ehemals bei der Schweizer Großbank UBS, Chef von N26. Das Unternehmen ist in 24 Ländern aktiv und beschäftigt rund 1.600 Mitarbeiter. Für das laufende Jahr verwies N26 darauf, dass der Gewinn in den ersten drei Monaten bei knapp zehn Millionen Euro gelegen habe.

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