Pulsschlag aus Öl: So viele Jobs hängen an der PCK-Raffinerie
Pulsschlag aus Öl: Jobs an der PCK-Raffinerie

„Du hast einen Pulsschlag aus Stahl“, sang Herbert Grönemeyer über Bochum. In der Uckermark schlägt der Puls aus Öl: Die PCK-Raffinerie in Schwedt ist das Herz der Region. Bürgermeisterin Annekathrin Hoppe brachte es auf den Punkt: „Schwedt ist PCK, PCK ist Schwedt.“ Das Petrolchemische Kombinat Schwedt, wie die Raffinerie seit den 1960er Jahren heißt, ist mehr als ein Industriekomplex – es ist eine Lebensader.

Zahlen, die beeindrucken

Die Bedeutung der Raffinerie lässt sich in harten Fakten messen. Direkt beschäftigt sie 1.200 Mitarbeiter. Hinzu kommen 3.000 Arbeitnehmer in Partner- und Zuliefererfirmen. Diese Firmen erhalten jährlich Aufträge im Wert von rund 80 Millionen Euro. Die Lohnsumme der 1.200 PCK-Beschäftigten beträgt etwa 115 Millionen Euro. Insgesamt hängen also 4.200 Arbeitsplätze direkt oder indirekt an der Raffinerie.

Fatal für die Region

Sollte das zehn Quadratkilometer große Werksgelände stillgelegt werden, wären die Folgen für Schwedt (32.000 Einwohner) und die gesamte Uckermark verheerend. Die Region im Osten Brandenburgs nahe der polnischen Grenze gehört nicht zu den Boom-Gegenden Deutschlands. Eine Schließung würde eine tiefe wirtschaftliche Lücke reißen.

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Jobgarantie verlängert

Vor diesem Hintergrund war die Zusage von Bundeswirtschaftsministerin Katharina Reiche ein wichtiges Signal: Die bis zum 30. Juni 2026 laufende Jobgarantie wird bis Ende des Jahres verlängert. Die Hoffnung ist, dass bis dahin wieder kasachisches Öl durch Russland nach Schwedt fließt und die Bundesregierung mit Polen zuverlässige Öllieferungen vereinbart. Die Verlängerung gibt den Beschäftigten und der Region Zeit zum Durchatmen – und eine Perspektive.

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