Tödlicher Polizeieinsatz: Entlaufenes Känguru stirbt in NRW
Tödlicher Polizeieinsatz: Känguru stirbt in NRW

Flucht endet tödlich: Känguru in NRW eingefangen und gestorben

In Brüggen (Nordrhein-Westfalen) endete die Flucht eines entlaufenen Wallabys am Donnerstagabend tödlich. Das Tier, das zuvor aus einem privaten Gehege ausgebrochen war, wurde nach einem stundenlangen Großeinsatz von der Polizei eingefangen. Kurz darauf starb es jedoch während des Transports. Der Vorfall sorgt nun für Kritik an der Vorgehensweise der Einsatzkräfte.

Hintergrund des Einsatzes

Das Wallaby, eine kleinere Känguruart, war am Nachmittag in Brüggen gesichtet worden und hatte für Aufsehen gesorgt. Die Polizei leitete eine groß angelegte Suchaktion ein, an der mehrere Streifenwagen und ein Hubschrauber beteiligt waren. Nach mehreren Stunden gelang es den Beamten, das Tier einzufangen. Laut Polizeiangaben wurde das Wallaby in einen Transportkäfig gesetzt und sollte zu einem Tierarzt gebracht werden. Doch auf der Fahrt erlitt das Tier einen Schock und starb.

Kritik am Polizeieinsatz

Der Einsatz stößt auf Kritik von Tierschützern und Anwohnern. „Es ist unverständlich, warum ein solcher Aufwand betrieben wurde, um ein harmloses Tier zu fangen, das keinerlei Gefahr darstellte“, sagte ein Sprecher des örtlichen Tierschutzvereins. „Ein einfühlsamerer Umgang hätte das Leben des Wallabys retten können.“ Die Polizei verteidigte ihr Vorgehen: „Wir mussten sicherstellen, dass das Tier nicht auf die Straße läuft und einen Unfall verursacht. Unser Ziel war es, das Wallaby unverletzt einzufangen, und wir bedauern den Tod sehr.“

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Ähnliche Vorfälle in der Vergangenheit

Der Fall erinnert an andere missglückte Tierrettungen in Deutschland. Erst im vergangenen Jahr war ein entlaufener Waschbär in Bayern nach einer stundenlangen Rettungsaktion gestorben. Tierschutzorganisationen fordern daher spezielle Schulungen für Polizeibeamte im Umgang mit exotischen Tieren. „Es braucht klare Protokolle, wie mit solchen Situationen umzugehen ist, um Tierleid zu vermeiden“, so der Tierschutzverein.

Reaktionen aus der Bevölkerung

In den sozialen Medien äußern viele Nutzer ihr Unverständnis über den Einsatz. „Ein Känguru zu jagen, bis es tot umfällt – das ist keine Tierrettung, sondern Tierquälerei“, schrieb ein Nutzer auf Twitter. Andere verteidigten die Polizei: „Die Beamten haben nach bestem Wissen und Gewissen gehandelt. Niemand konnte den Tod des Tieres vorhersehen.“ Die Polizei kündigte an, den Vorfall intern zu prüfen.

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