Der Volkswagen-Konzern steht vor einem noch massiveren Stellenabbau als bisher bekannt. Konzernchef Oliver Blume plant offenbar, bis zu 100.000 Arbeitsplätze zu streichen – doppelt so viele wie die ursprünglich vereinbarten 50.000 Stellen, die bis Ende des Jahrzehnts bei VW, Audi, Porsche und der Softwareeinheit Cariad wegfallen sollten. Dies berichtet der Tagesspiegel unter Berufung auf Konzernkreise.
Vier deutsche Standorte besonders unter Druck
Besonders stark betroffen sind vier deutsche VW-Standorte, die unter extremen Druck geraten. Namen der Standorte wurden zunächst nicht genannt, aber es wird erwartet, dass Werke mit hohen Kosten oder geringer Auslastung im Fokus stehen. Die Arbeitnehmerseite zeigt sich alarmiert: „Die Belegschaft ist tief verunsichert. Ein derart radikaler Einschnitt würde tausende Familien treffen“, zitiert der Tagesspiegel einen Betriebsrat.
Größter Jobabbau der Konzerngeschichte
Bereits die ursprüngliche Planung von 50.000 Stellenstreichungen war der größte Jobabbau, der je im Volkswagen-Konzern vereinbart wurde. Nun soll die Zahl auf 100.000 verdoppelt werden. „Der gesamte Konzern muss sich tiefgreifend verändern“, sagte ein Sprecher des Vorstands. Die Maßnahmen sind Teil eines umfassenden Sparprogramms, das die Wettbewerbsfähigkeit angesichts der Transformation zur Elektromobilität und des zunehmenden Wettbewerbs aus China sichern soll.
Reaktionen und Ausblick
Die IG Metall kündigte Widerstand an: „Wir werden nicht zulassen, dass die Beschäftigten die Zeche für Managementfehler zahlen“, erklärte ein Gewerkschaftsvertreter. Analysten sehen den Schritt als notwendig, um die Kostenstruktur zu verbessern. „Volkswagen muss dringend effizienter werden, um im globalen Wettbewerb zu bestehen“, kommentierte ein Branchenexperte. Die endgültige Entscheidung über den Stellenabbau wird für die kommenden Monate erwartet.



