Benzinpreis über 2,20 Euro: Wie teuer wird Sprit noch zur Ferienzeit?
Benzin über 2,20 Euro: Spritpreise zur Ferienzeit

An Deutschlands Tankstellen schießen die Preise für Benzin und Diesel in die Höhe. Pünktlich zur Ferienzeit liegt der Liter Super E10 vielerorts über 2,20 Euro. Autofahrer müssen sich auf weiter steigende Kosten einstellen, warnen Experten.

Ursachen für den Preisanstieg

Haupttreiber sind die gestiegenen Rohölpreise auf dem Weltmarkt. Die Opec+ drosselt weiterhin die Förderung, während die Nachfrage nach Öl weltweit zunimmt. Hinzu kommt der schwache Euro, der Ölimporte verteuert. Auch die CO2-Abgabe in Deutschland trägt zur Teuerung bei: Seit Jahresbeginn liegt sie bei 30 Euro pro Tonne CO2, was den Sprit um rund 8 Cent pro Liter verteuert.

Auswirkungen auf die Urlaubsreisen

Für viele Urlauber bedeutet dies eine zusätzliche finanzielle Belastung. Eine Familie mit einem typischen Benziner zahlt für eine 800 Kilometer lange Fahrt in den Urlaub rund 35 Euro mehr als im Vorjahr. Der ADAC rät, vor Fahrtantritt die Preise zu vergleichen und günstigere Tankstellen abseits der Autobahnen anzusteuern.

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Prognose: Wie geht es weiter?

Laut einer Analyse des Energiedienstleisters EnBW ist bis zum Ende der Sommerferien mit einem weiteren Anstieg um 5 bis 10 Cent pro Liter zu rechnen. Sollte der Ölpreis auf 100 Dollar pro Fass steigen, könnte der Literpreis sogar die 2,50-Euro-Marke erreichen. „Die aktuellen Preise sind nur die Spitze des Eisbergs“, warnt ein Sprecher des Mineralölwirtschaftsverbandes.

Maßnahmen der Politik

Die Bundesregierung hat bislang keine konkreten Entlastungen für Autofahrer angekündigt. Die FDP fordert eine Absenkung der Energiesteuer, während die Grünen auf den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs setzen. Verbraucherschützer empfehlen, Fahrgemeinschaften zu bilden oder auf die Bahn umzusteigen, um Kosten zu sparen.

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