Hitze-Rekord in Deutschland: Bis zu 41 Grad und Unwetter möglich
Hitze-Rekord: Bis zu 41 Grad und Unwetter möglich

Deutschland steht eine außergewöhnliche Hitzewelle bevor, die möglicherweise neue Temperaturrekorde aufstellt. Meteorologen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) prognostizieren für Donnerstag und Freitag Temperaturen von bis zu 41 Grad, insbesondere im Westen und Südwesten des Landes. Damit könnte der bisherige Juni-Rekord sowie der gesamtdeutsche Allzeitrekord geknackt werden.

Heat Dome bringt extreme Hitze nach Deutschland

Verantwortlich für die anhaltende Hitzewelle ist ein sogenannter „Heat Dome“, ein Wetterphänomen, bei dem heiße Luft wie unter einer Kuppel gefangen bleibt und nicht entweichen kann. Helge Tuschy vom DWD bestätigte dem Tagesspiegel, dass sich dieser Hitzedom von Westeuropa aus in Richtung Mitteleuropa und Deutschland bewegt. „Der Hitzehöhepunkt ist auf dem Weg zu uns und erreicht uns voraussichtlich Freitag oder Samstag“, so der Meteorologe.

Mögliche Rekorde: Juni-Rekord und Allzeitrekord in Gefahr

Laut DWD-Sprecherin könnte bereits am Freitag oder Samstag die 40-Grad-Marke überschritten werden. „Wenn am Freitag oder Samstag die 40-Grad-Marke geknackt wird, dann wäre das ein neuer Juni-Rekord. Steigt die Temperatur über 41 Grad, könnte es sogar einen neuen Allzeitrekord geben“, erklärte sie auf Anfrage. Der bisherige Juni-Rekord in Deutschland liegt bei 40,1 Grad, der Allzeitrekord bei 41,2 Grad (gemessen am 5. Juli 2015 in Kitzingen).

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Hitzewelle hält bis Sonntag an – Unwettergefahr steigt

Der DWD erwartet, dass die Hitzewelle mindestens bis Sonntag anhält. Aus Süden strömt weiterhin heiße bis extrem heiße Luft nach Deutschland. Allerdings bringt die Hitze auch feuchte Luftmassen mit sich, die regional zu heftigen Hitzegewittern führen können. „Bereits ab nachmittags kann es im Süden des Landes zu Gewittern mit Starkregen, Hagel und stürmischen Böen kommen“, warnt der DWD in seinem Warnlagebericht.

Frankreich bereits von Rekordhitze betroffen

In Frankreich wurde bereits am Montag die höchste jemals im Juni gemessene landesweite Durchschnittstemperatur verzeichnet. Der Wetterdienst France-Météo meldete einen landesweiten Index von 29,2 Grad – ein Rekord für den Monat Juni. Seit vergangener Woche herrscht in Frankreich eine massive Hitzewelle mit Temperaturen über 40 Grad in Städten wie Rennes, Bordeaux und Angers. Die Hitzewarnstufe Rot wurde in mehr als der Hälfte des Landesgebietes ausgerufen.

Abkühlung erst ab Montag – und nur im Nordwesten

Eine echte Linderung der Hitze ist laut DWD in den nächsten Tagen nicht zu erwarten. Erst zu Beginn der kommenden Woche deutet sich eine leichte Abkühlung an, zunächst aber nur im Nordwesten Deutschlands. Andernorts bleiben die Temperaturen voraussichtlich über 30 Grad. „Diese Hitzewelle ist besonders für West- und Südwesteuropa ungewöhnlich und könnte für einen Juni gegebenenfalls auch historisch ausfallen“, so Helge Tuschy.

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