Hitzewelle in Deutschland: Neuer Allzeitrekord über 41 Grad möglich
Hitzewelle: Neuer Allzeitrekord über 41 Grad möglich

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt vor einer extremen Hitzewelle, die Deutschland in den kommenden Tagen mit Temperaturen von bis zu 41 Grad überziehen könnte. Meteorologe Helge Tuschy vom DWD bestätigte dem Tagesspiegel, dass sich ein sogenannter „Heat Dome“ von Westeuropa kommend in Richtung Mitteleuropa und Deutschland bewegt. „Der Hitzehöhepunkt ist auf dem Weg zu uns und erreicht uns voraussichtlich Freitag oder Samstag“, so Tuschy.

Rekordtemperaturen und möglicher Allzeitrekord

Bereits am Donnerstag sollen im Westen und Südwesten des Landes bis zu 41 Grad erreicht werden. Für Samstag prognostizieren die Meteorologen „sehr heiß bis extrem heißes“ Wetter. Eine DWD-Sprecherin ergänzte am Mittwochnachmittag: „Wenn am Freitag oder Samstag die 40-Grad-Marke geknackt wird, dann wäre das ein neuer Juni-Rekord. Steigt die Temperatur über 41 Grad, könnte es sogar einen neuen Allzeitrekord geben.“ Der bisherige Allzeitrekord in Deutschland liegt bei 41,2 Grad, gemessen im Juli 2019 in Duisburg und Tönisvorst.

Was ist ein „Heat Dome“?

Ein „Heat Dome“ ist ein Wetterphänomen, bei dem die Hitze wie unter einer riesigen Kuppel über mehrere Tage gefangen bleibt und nicht entweichen kann. Dieser Effekt verstärkt die Hitzebelastung erheblich. Laut DWD soll die Hitzewelle mindestens bis Sonntag anhalten. Aus Süden strömt weiterhin „heiße bis sehr heiße“ Luft nach Deutschland, zum Wochenende hin sogar „extrem heiße Luft“.

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Unwettergefahr durch feuchte Luftmassen

Die Heißwetterphase bringt nicht nur Sonnenschein, sondern auch „feuchte Luftmassen“, die regional für Hitzegewitter sorgen können. Ab Dienstagnachmittag kann es im Süden zu „Hitzegewittern mit Starkregen, Hagel und stürmischen Böen“ kommen. Der DWD warnt vor einer „starken bis extremen Wärmebelastung“ in weiten Landesteilen, insbesondere im Westen und Südwesten mit Höchsttemperaturen bis zu 39 Grad.

Wann wird es wieder kühler?

Eine „echte Linderung“ ist laut DWD in den nächsten Tagen nicht zu erwarten. Erst zu Beginn der kommenden Woche deutet sich eine leichte Abkühlung an, zunächst jedoch nur im Nordwesten. Andernorts sollen die Temperaturen weiterhin über 30 Grad liegen.

Hitzewelle in Frankreich noch extremer

In Frankreich wurde bereits am Montag die höchste jemals im Juni gemessene landesweite Durchschnittstemperatur verzeichnet. Der Wetterdienst France-Météo meldete einen landesweiten Index von 29,2 Grad – ein Rekord für den Monat Juni. In mehr als der Hälfte des Landesgebiets galt die Hitzewarnstufe Rot. Städte wie Rennes, Bordeaux und Angers verzeichneten Temperaturrekorde mit Höchstwerten über 40 Grad.

Historische Dimension der Hitzewelle

Helge Tuschy betonte: „Diese Hitzewelle ist besonders für West- und Südwesteuropa ungewöhnlich und könnte für einen Juni gegebenenfalls auch historisch ausfallen.“ Zwar habe es bereits „einzelne, vorläufige Stationsrekorde“ gegeben, doch ob ein Deutschlandrekord erreicht werde, könne noch nicht gesagt werden. Die Entwicklung bleibe abzuwarten.

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