Macron lockt 93 Milliarden Euro Investitionen nach Frankreich
Macron holt 93 Milliarden Euro nach Frankreich

Im prunkvollen Schloss von Versailles durfte Emmanuel Macron am Montag erneut glänzen. Beim diesjährigen Investitionsgipfel „Choose France“ verkündete der französische Präsident ausländische Investitionszusagen in beeindruckender Höhe von 93 Milliarden Euro. „Das sind riesige Investitionen, ein großer Teil davon im Bereich Rechenzentren und Künstliche Intelligenz“, betonte Macron in seiner abendlichen Rede im Schlosspark.

Softbank als Vorreiter

Unter den 71 angekündigten Projekten ragte besonders die Zusage der japanischen Tech-Investmentgesellschaft Softbank heraus. Sie will 45 Milliarden Euro in KI-Rechenzentren im Norden Frankreichs investieren und dort eine Kapazität von 3,1 Gigawatt aufbauen. Langfristig stellte Softbank sogar Investitionen von bis zu 75 Milliarden Euro in Frankreich in Aussicht. Für Macron ist dies mehr als ein Prestigeerfolg: Er wertet das Projekt als Beleg dafür, dass Frankreich und Europa im globalen Wettlauf um Rechenkapazitäten für Künstliche Intelligenz mit den USA und China aufschließen können. Europa biete „Stabilität“ und klare Rahmenbedingungen, so Macron.

Deutsche Unternehmen beteiligt

Auch deutsche Firmen beteiligen sich an der Investitionsoffensive. Der Softwarekonzern SAP plant, in den kommenden drei Jahren 100 Millionen Euro in eine souveräne Cloud- und KI-Infrastruktur im Großraum Paris zu stecken. Der Pharmariese Boehringer Ingelheim kündigte an, bis 2030 rund 500 Millionen Euro in Forschung und Produktion im Bereich Tiergesundheit zu investieren.

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Trotz dieser positiven Signale bleibt die wirtschaftliche Lage in Frankreich angespannt. Macrons Wirtschaftsversprechen droht zu kippen, da strukturelle Probleme wie hohe Staatsverschuldung und Arbeitslosigkeit weiterhin bestehen. Der Gipfel „Choose France“ soll das Vertrauen internationaler Investoren stärken, doch die langfristige Entwicklung bleibt abzuwarten.

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