Bundesbank-Analyse: Deutsche Wirtschaft startet 2026 nur verhalten ins erste Quartal
Bundesbank: Deutsche Wirtschaft wächst 2026 nur verhalten

Deutsche Wirtschaft startet 2026 mit verhaltenem Wachstum

Die deutsche Wirtschaft kommt im Jahr 2026 nach einer aktuellen Analyse der Bundesbank nur langsam in Schwung. Der erhoffte Aufschwung bleibt zäh, obwohl Industrie und Exporte im laufenden Vierteljahr voraussichtlich zulegen werden. Allerdings gibt es noch einige Bremsklötze, die das Wachstum hemmen.

Schwache Dynamik im ersten Quartal

Im Monatsbericht Februar der Notenbank heißt es: „Im ersten Quartal dürfte die Wirtschaft den Erholungskurs fortsetzen, wenngleich nur mit schwacher Dynamik.“ Die Bundesbank erwartet, dass sich die Situation erst ab dem Frühjahr verbessern wird. Getragen vor allem durch fiskalische Impulse soll die deutsche Wirtschaft dann dynamischer wachsen. Milliardeninvestitionen in Infrastruktur und Verteidigung werden voraussichtlich die Konjunktur anschieben.

Industrie profitiert nur begrenzt

Zwar hat die Nachfrage nach deutschen Industrieerzeugnissen zuletzt angezogen, doch ein großer Teil der stark gestiegenen Auftragseingänge stammt aus dem Inland. Diese sind Großaufträgen im Zusammenhang mit den zusätzlichen Verteidigungsausgaben zuzuschreiben, die sich nicht unmittelbar in der Produktion niederschlagen. „Aufgrund der schlechten Wettbewerbsposition profitiert die deutsche Industrie zudem nur begrenzt vom wachsenden Welthandel“, schreiben die Volkswirte der Bundesbank.

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Exporte zeigen Aufwärtstendenz

Immerhin gingen zuletzt auch aus dem Ausland wieder mehr Bestellungen für Produkte „Made in Germany“ ein. Damit zeichnet sich nach den Rückschlägen im Umfeld der Zollerhöhungen mittlerweile eine Aufwärtstendenz in der Auslandsnachfrage ab. Die Exporte dürften daher zulegen, was eine positive Entwicklung für die deutsche Wirtschaft darstellt.

Bau und privater Konsum als Bremsklötze

Wenig Impulse erwartet die Bundesbank in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres vom Bau und vom privaten Konsum. Der schneereiche Winter bremst die Bautätigkeit erheblich. Auf Verbraucherebene weisen erste Indikatoren darauf hin, „dass der private Konsum sein erhöhtes Niveau möglicherweise nicht wird halten können“. Diese Faktoren tragen zur verhaltenen Wachstumsdynamik bei.

Rückenwind vom Jahresende 2025

Im Schlussquartal 2025 war die deutsche Wirtschaft mit 0,3 Prozent Plus so stark gewachsen wie seit drei Jahren nicht in einem Vierteljahr. Das ergaben jüngste Berechnungen des Statistischen Bundesamtes zum Bruttoinlandsprodukt (BIP). Ausführliche Ergebnisse für das vierte Quartal veröffentlicht die Wiesbadener Behörde am kommenden Mittwoch (25.2.). Im Gesamtjahr 2025 war Europas größte Volkswirtschaft mit 0,2 Prozent Plus knapp am dritten Jahr ohne Wirtschaftswachstum vorbeigeschrammt. Dieser positive Impuls könnte sich jedoch im weiteren Verlauf des Jahres 2026 verstärken.

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