Neuer Wirtschaftsweiser Felbermayr: Keine Zeit für Gruppentherapie im zerstrittenen Gremium
Felbermayr: Keine Zeit für Gruppentherapie im Wirtschaftsrat

Neuer Wirtschaftsweiser Gabriel Felbermayr: Fokus auf Sacharbeit statt interne Konflikte

Die Union hat mit Gabriel Felbermayr einen neuen Ökonomen in den Rat der Wirtschaftsweisen entsandt. In einem exklusiven Interview mit Benjamin Bidder und David Böcking vom 08. März 2026 äußerte sich der designierte Wirtschaftsweise deutlich zu seinen Plänen für die Arbeit im oft als zerstritten beschriebenen Gremium.

„Ich habe keine Zeit für Gruppentherapie“ – Felbermayrs klare Ansage

Felbermayr machte unmissverständlich klar, dass er nicht beabsichtigt, sich in langwierige interne Diskussionen oder gar therapeutische Sitzungen verwickeln zu lassen. „Ich habe keine Zeit für Gruppentherapie“, betonte der Ökonom und verwies stattdessen auf die dringenden wirtschaftspolitischen Herausforderungen, die es zu bewältigen gilt.

Sein Ziel ist es, die Arbeit des Rates effizienter und ergebnisorientierter zu gestalten. Anstatt Energie in interne Reibungen zu investieren, will Felbermayr den Fokus auf konkrete Analysen und Handlungsempfehlungen legen, die Deutschlands Wirtschaft widerstandsfähiger machen können.

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Deutschlands Verwundbarkeit für globale Schocks reduzieren

Ein zentrales Anliegen des neuen Wirtschaftsweisen ist es, die deutsche Wirtschaft weniger anfällig für die Schocks der Weltwirtschaft zu machen. Felbermayr skizzierte im Gespräch mögliche Strategien, um die Abhängigkeit von volatilen globalen Märkten zu verringern und heimische Strukturen zu stärken.

„Wir müssen unsere Wirtschaft so aufstellen, dass sie auch bei internationalen Turbulenzen stabil bleibt“, so Felbermayr. Dazu gehören aus seiner Sicht unter anderem:

  • Die Diversifizierung von Lieferketten
  • Die Förderung von Innovation und Digitalisierung
  • Eine vorausschauende Industriepolitik
  • Die Stärkung der sozialen Sicherungssysteme

Ein Neuanfang für den Rat der Wirtschaftsweisen?

Die Ernennung Felbermayrs durch die Union könnte einen Wendepunkt für das Gremium markieren. Der Ökonom bringt nicht nur fachliche Expertise mit, sondern auch den klaren Willen, die bisherigen Blockaden zu überwinden. Sein pragmatischer Ansatz könnte dazu beitragen, dass der Rat wieder verstärkt als unabhängiger und konstruktiver Berater der Politik wahrgenommen wird.

Ob es Felbermayr gelingen wird, seine Kollegen von seinem Arbeitsstil zu überzeugen und das Gremium tatsächlich zu verändern, bleibt abzuwarten. Seine klaren Worte lassen jedoch keinen Zweifel daran, dass er nicht gewillt ist, Zeit mit internen Machtspielen zu verschwenden. Die Wirtschaftspolitik Deutschlands steht vor großen Herausforderungen – und Felbermayr will sich diesen stellen, nicht den persönlichen Konflikten innerhalb des Rates.

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