Sachsen verzeichnet deutlichen Anstieg bei Unternehmensinsolvenzen im Jahr 2025
Im vergangenen Jahr hat sich die wirtschaftliche Lage in Sachsen für viele Unternehmen als äußerst herausfordernd erwiesen. Die Zahl der Insolvenzverfahren ist im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen, wie aktuelle Daten des Statistischen Landesamtes belegen. Sowohl bei Unternehmenspleiten als auch bei Verbraucherinsolvenzen zeigt sich ein besorgniserregender Trend.
Unternehmensinsolvenzen nehmen deutlich zu
Den offiziellen Angaben zufolge wurden in den sächsischen Amtsgerichten im Jahr 2025 insgesamt 975 Anträge auf Eröffnung eines Unternehmensinsolvenzverfahrens gestellt. Dies entspricht einem Anstieg von 12,5 Prozent oder 108 Verfahren gegenüber dem Vorjahr. Knapp 78 Prozent dieser Verfahren wurden tatsächlich eröffnet, was auf eine ernsthafte wirtschaftliche Schieflage bei zahlreichen Betrieben hindeutet.
Besonders häufig betroffen waren Unternehmen aus folgenden Branchen:
- Baugewerbe
- Handel
- Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen
Forderungssumme hat sich verdoppelt
Ein besonders alarmierendes Signal ist die Entwicklung bei den angemeldeten Forderungen von Gläubigern. Diese haben sich laut Statistikamt im Vergleich zum Vorjahr in etwa verdoppelt. Im Jahr 2025 betrugen die Gesamtforderungen über 2,76 Milliarden Euro, was einem durchschnittlichen Betrag pro Verfahren von über 2,8 Millionen Euro entspricht. Im Vergleich zu 2024 bedeutet dies einen Anstieg um insgesamt 1,4 Milliarden Euro.
Leichter Anstieg bei Verbraucherinsolvenzen
Auch bei Verbraucherinsolvenzen zeigt sich ein leichter Aufwärtstrend. Insgesamt wurden 2025 in Sachsen 3.143 Verfahren gezählt, was 13 Verfahren mehr entspricht als im Vorjahr. Fast alle dieser Verfahren wurden eröffnet. Viele der betroffenen Schuldner stammten dabei aus den kreisfreien Städten Leipzig, Chemnitz und Dresden.
Die Entwicklung unterstreicht die wirtschaftlichen Herausforderungen, mit denen sowohl Unternehmen als auch Privatpersonen in Sachsen konfrontiert sind. Experten beobachten die Situation mit Sorge und diskutieren mögliche Unterstützungsmaßnahmen.



