Kunde entsetzt: Preis für sein Lieblingsprodukt ist um fast 400 Prozent gestiegen
Vierfachvater Eckhard Wolfgramm guckt seit Jahren ganz genau, was wie viel kostet. Dem Nordkurier beschreibt er eine Preisentwicklung, die weit über die normale Inflation hinausgeht.
Früher hat die Dose nicht mal 50 Pfennig gekostet, weiß unser Leser. Jetzt muss er für sein Lieblingsprodukt fast zwei Euro hinlegen.
Eckhard Wolfgramm kauft wie viele Rentner meist im Discounter ein. In seinem Lieblingsmarkt registriert der Uckermärker die Preisentwicklung ganz genau. Anhand eines simplen Alltagsprodukts demonstrierte der Mittsiebziger dem Nordkurier die grassierende Inflation, die immer mehr Menschen in Nöte bringt.
Weit über die normale Inflation hinaus
Es handelt sich dabei um „Sardinen in Sonnenblumenöl mit Zitrone“, die der Familienvater über alles liebt: „Die Aufmachung hat sich über die Jahre geändert. Die Größe der Dose und der Inhalt sind aber gleich geblieben. Seit den späten 1990er-Jahren kaufe ich die und beobachte hier eine Preisentwicklung, die sogar noch weit über die normale Inflation hinausgeht.“
Vor gut drei Jahrzehnten habe der Preis bei 0,79 DM gelegen, erinnert sich Eckhard Wolfgramm: „Dann wurden daraus 0,89 DM, und im Jahr 2002 vor Umstellung auf den Euro lag der Preis schon bei 0,99 DM.“
Mit Einführung des Euro lag der Preis bei 49 Cent, weiß der Oderstädter genau: „Die 0,49 Euro entsprechen fast den 0,99 DM kurz vor der Umstellung. Im Jahr 2023 lag der Preis dann schon bei 0,99 Euro. Anfang dieses Jahres stieg er auf 1,19 Euro. Aber damit nicht genug, aktuell kostet die Dose bereits 1,99 Euro. Wenn man die ursprünglichen 79 Pfennige in Euro umrechnet, ergibt das 0,40039 Euro. Vom heutigen Preis 1,99 Euro abgezogen 0,4039 Euro, ergibt 1,5861 Euro. Zur prozentualen Steigerung gerechnet 1,5851 geteilt durch 0,4039 mal 100 ergibt das eine Steigerung auf 392,7 Prozent.“
Wo soll das enden?
„Das ist doch Wahnsinn!“, schimpft der vierfache Vater: „Der Preis ist real um rund 393 Prozent gestiegen, also fast fünffach so teuer geworden ist die Dose. Man fragt sich: Wo soll das enden? Wenn ein simples Grundnahrungsmittel aus der Konserve derart zum Luxusgut mutiert, ist das kein Preisschock mehr, das ist ein schleichender Verlust jeglicher Verhältnismäßigkeit“, ist der Schwedter überzeugt.
Haben Sie, liebe Leser, die Entwicklung auch schon an einem konkreten Produkt beobachtet? Was ist sauteuer geworden? Schreiben Sie uns.



