Der Mannheimer Zuckerproduzent Südzucker hat im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026/27 einen deutlichen Gewinnsprung erzielt. Das operative Ergebnis (Ebitda) stieg in den drei Monaten bis Ende Mai auf 135 Millionen Euro, nach 96 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz sank jedoch von 2,2 auf 2,06 Milliarden Euro, wie der Konzern am Donnerstag mitteilte.
Kostensenkungen und starke Segmente treiben Ergebnis
Der Vorstand führte die positive Ergebnisentwicklung auf deutliche Verbesserungen in den Segmenten CropEnergies und Stärke zurück. Im größten Segment Zucker konnte der operative Verlust dank reduzierter Herstellkosten auf 21 Millionen Euro verringert werden. Die Spezialitätensparte verbesserte ihr Ergebnis leicht, während das Fruchtsegment leicht unter dem Vorjahresniveau blieb.
Für das Gesamtjahr hob Südzucker die Umsatzprognose auf 8,1 bis 8,5 Milliarden Euro an, nach zuvor 8,0 bis 8,4 Milliarden. Das Ebitda wird weiterhin in der Spanne zwischen 480 und 680 Millionen Euro erwartet, nach 535 Millionen im Vorjahr. Die wirtschaftlichen und finanziellen Auswirkungen der geopolitischen und weltwirtschaftlichen Lage seien jedoch schwer abschätzbar, hieß es.
Levi Strauss hebt Jahresziele nach starkem Quartal an
Der US-Jeanshersteller Levi Strauss hat nach einem überraschend starken zweiten Quartal seine Jahresprognose angehoben. Das Unternehmen rechnet nun mit einem Umsatzwachstum von 7,0 bis 7,5 Prozent, nach zuvor 5,5 bis 6,5 Prozent. Die Prognose für den bereinigten Gewinn je Aktie wurde auf 1,46 bis 1,52 Dollar erhöht. Im zweiten Quartal stiegen die Erlöse um acht Prozent auf 1,56 Milliarden Dollar und übertrafen damit die Analystenschätzungen von 1,52 Milliarden Dollar. Der bereinigte Gewinn lag mit 28 Cent je Aktie ebenfalls über den Erwartungen von 24 Cent. Trotz der positiven Nachrichten gaben die Aktien im nachbörslichen Handel um rund fünf Prozent nach, nachdem sie im Jahresverlauf bereits 17,5 Prozent zugelegt hatten.
KI-Boom beschert Foxconn Umsatzsprung
Der taiwanische Elektronik-Auftragsfertiger Foxconn (Hon Hai Precision Industry) hat seinen Umsatz im zweiten Quartal dank der wachsenden Nachfrage nach Künstlicher Intelligenz um fast 40 Prozent auf rund 2,5 Billionen Taiwan-Dollar (knapp 69 Milliarden Euro) gesteigert. Damit übertraf das Unternehmen die Analystenschätzungen. Die starke KI-Nachfrage führte zu einem robusten Wachstum in der Sparte für Cloud- und Netzwerkprodukte. Auch das Geschäft mit intelligenter Unterhaltungselektronik, zu dem iPhones gehören, verzeichnete ein signifikantes Wachstum. Für das dritte Quartal rechnet Foxconn mit weiterem Wachstum, warnte jedoch vor den Auswirkungen der volatilen weltweiten politischen und wirtschaftlichen Lage.
Zuckergeschäft belastet Bilanz der Primark-Mutter
Trotz wachsender Umsätze bei der Modekette Primark rechnet der Mutterkonzern AB Foods für das laufende Geschäftsjahr weiterhin mit einem Rückgang des bereinigten Betriebsgewinns. Grund ist das schwächelnde Zuckergeschäft, dessen Umsatz im dritten Quartal um vier Prozent sank. Der Nahost-Konflikt habe die Gaspreise in die Höhe getrieben und die Gewinnaussichten in Europa getrübt. Derweil legte der Umsatz von Primark währungsbereinigt um drei Prozent zu. AB Foods bekräftigte seine Pläne, die Fast-Fashion-Tochter bis Ende 2027 abzuspalten und an die Börse zu bringen. Analysten erwarten für das bis September laufende Bilanzjahr ein bereinigtes Betriebsergebnis von 1,55 Milliarden Pfund, ein Rückgang gegenüber 1,73 Milliarden Pfund im Vorjahr.
Nike übertrifft Umsatzerwartungen
Der weltgrößte Sportartikelhersteller Nike hat im vierten Geschäftsquartal die Erwartungen der Wall Street übertroffen. Die Erlöse beliefen sich auf 10,97 Milliarden Dollar, während Analysten mit 10,86 Milliarden Dollar gerechnet hatten. Der Gewinn pro Aktie lag bei 72 Cent, inklusive eines positiven Effekts von 52 Cent durch die erwartete Erstattung von Importzöllen. Die Nike-Aktie, die im Jahresverlauf 35 Prozent verloren hatte, legte im nachbörslichen Handel um rund zwei Prozent zu. Konzernchef Elliott Hill treibt derzeit die Neuausrichtung auf Kernsportarten und die Wiederbelebung der Großhandelsbeziehungen voran, was jedoch in ein schwieriges wirtschaftliches Umfeld mit Zöllen und dem Krieg im Iran fällt.



