Sommerhitze schadet dem Auto: So schützen Sie Lack, Display und Akku
Sommerhitze schadet dem Auto: So schützen Sie Lack und Akku

Die Sommerhitze setzt nicht nur den Insassen zu. UV-Strahlung und hohe Temperaturen können Displays, Lack, Kunststoffteile sowie die Batterie angreifen. BILD zeigt, welche Schäden drohen und wie Sie Ihr Auto schützen!

Sonne satt – das klingt erst einmal nach Sommerlaune. Es kann aber auch, zumal auf Dauer, zur Belastung werden, für Menschen ebenso wie für ihre Autos: Der Lack, der Innenraum, die Displays und die Batterien – nahezu alle Teile leiden unter der Hitze. Wir zeigen, wie Sie Ihren Wagen schützen können.

UV-Strahlen lassen Lack und Kunststoff altern

UV-Strahlen sind der Feind des Autolacks. Sie lassen ihn altern und ausbleichen. Das gilt auch für Kunststoffe im Innenraum. Wenn das Auto in der prallen Sonne steht, kann sich der Innenraum schnell auf mehr als 60 Grad aufheizen. Außerdem werden Vogelkot und Insektenreste bei Hitze aggressiver und greifen den Klarlack an.

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Moderne Autos besitzen große Displays, zum Teil gleich mehrere. Die Touchscreens steuern alles Mögliche – von der Navigation bis zur Klimaanlage. Doch bei Hitze kann die Technik Schaden nehmen. Displays dimmen sich zum Schutz zwar automatisch, oder schalten sich bei zu hoher Temperatur sogar komplett ab, um sich zu schützen. Dennoch können die Displays durch dauerhaft zu hohe Temperaturen Schaden nehmen.

Schon einfache Maßnahmen wie Schattenparken, eine schnelle Lackreinigung oder das Nutzen von Sonnenblenden helfen, Schäden zu vermeiden.

Große Displays sind besonders schützenswert

Große Displays im Auto sind teuer und daher besonders schützenswert. Touchscreens bestehen aus mehreren verklebten Schichten. Da sich diese bei Hitze unterschiedlich ausdehnen, können hohe Temperaturen die Materialien dauerhaft beschädigen.

Hitze stresst auch die Batterie

Viele denken, im Winter sei die Batterie am meisten gefährdet. Tatsächlich entstehen viele Schäden im Sommer. Hohe Temperaturen beschleunigen die Alterung der Starterbatterie. Das Problem: Die Schäden zeigen sich oft erst im Winter, wenn die Batterie stark beansprucht wird – und dann versagt. Auch die Akkus von Elektroautos leiden unter Hitze. Hier helfen zwar clevere Kühlsysteme, die den Akku auf der richtigen Temperatur halten. Aber wer bei Hitze viel fährt oder schnelllädt, belastet den Akku stärker.

Nicht nur Vogelkot, auch Insektenreste sollten so schnell wie möglich von Lack und Scheinwerfern entfernt werden. Die in den Tieren enthaltenen Eiweiße und Säuren wirken unter Hitze besonders schädlich.

Die wichtigsten Hitze-Tipps im Überblick

  • Nach Möglichkeit im Schatten oder in einer Garage parken
  • Sonnenblenden für die Frontscheibe reduzieren UV-Strahlen und Innenraumtemperatur
  • Vogelkot, Baumharz und Insektenreste schnellstmöglich entfernen
  • Lack regelmäßig wachsen oder versiegeln
  • Bei älteren Fahrzeugen die Batterie vor der Urlaubssaison prüfen lassen
  • Vor langen Sommerfahrten die Klimaanlage checken lassen

Fazit: Schattenparker? Absolut. Nicht in erster Linie wegen heißer Sitze oder eines aufgeheizten Lenkrads, sondern aus Liebe zur Technik. Denn UV-Strahlung und Hitze setzen nicht nur dem Lack zu, sondern auch Displays, Kunststoffen, Batterien und sogar der Klimaanlage. Wer die Wahl hat, sollte deshalb den Parkplatz im Schatten oder im Parkhaus nehmen. Das kann dem Auto auf Dauer einiges ersparen.

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