Spanien hebt Wachstumsprognose auf 2,6 Prozent an
Spanien hebt Wachstumsprognose auf 2,6 % an

Die spanische Regierung hat ihre Wachstumsprognose für das laufende Jahr auf 2,6 Prozent angehoben, wie das Wirtschaftsministerium in Madrid am Montag mitteilte. Zuvor war ein Plus von 2,2 Prozent erwartet worden. Bis 2029 rechnet das Ministerium mit einem jährlichen Wachstum von über zwei Prozent.

Starke Binnennachfrage und günstige Energie treiben das Wachstum

Das Wachstum wird vor allem durch eine starke Binnennachfrage, niedrige Energiekosten und Einwanderung gestützt. Spanien schneidet damit besser ab als viele andere EU-Staaten. Die Bundesregierung rechnet für Deutschland 2026 nur mit einem Plus von 0,5 Prozent. Die neue Prognose ist eine Voraussetzung für die Vorlage des spanischen Staatshaushalts für 2027.

Inflation bei 3,6 Prozent – Maßnahmenpaket wirkt

Das spanische Statistikamt bezifferte die nach EU-Standards berechnete Teuerungsrate für Juni auf 3,6 Prozent. Ein im März verabschiedetes Fünf-Milliarden-Euro-Paket mit Steuersenkungen und Kraftstoffsubventionen half, die Inflation trotz der Energiekrise zu dämpfen, die durch die teilweise Schließung der Straße von Hormus während des US-israelischen Krieges gegen den Iran ausgelöst wurde. Die Regierung wird voraussichtlich nach einer Kabinettssitzung am Montag einige der Maßnahmen verlängern.

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