Tankrabatt endet: Experte rät zu letztem Volltanken vor Preissprung
Tankrabatt endet: Experte rät zu letztem Volltanken

Am Mittwoch endet der Tankrabatt in Deutschland. Herbert Rabl vom Tankstellen-Interessenverband rät Autofahrern dringend, noch einmal vollzutanken, bevor die Spritpreise wieder steigen. Der Rabatt, der die Steuern auf Kraftstoff senkte, läuft planmäßig aus – und mit ihm die vorübergehende Entlastung an den Zapfsäulen.

Letzte Chance auf günstigen Sprit

„So schnell wie möglich volltanken!“ – mit diesen Worten richtet sich Herbert Rabl vom Tankstellen-Interessenverband an alle Autofahrer. Der Tankrabatt, der seit dem 1. Juni die Kraftstoffpreise um rund 30 Cent pro Liter senkte, endet am Mittwoch um Mitternacht. Danach werden die Preise voraussichtlich wieder auf das Niveau vor der Steuersenkung steigen. Rabl erwartet einen deutlichen Anstieg: „Die Steuerermäßigung fällt weg, und die Mineralölkonzerne werden die Gelegenheit nutzen, um die Preise wieder anzuheben.“

Hintergrund des Tankrabatts

Der Tankrabatt war Teil des Entlastungspakets der Bundesregierung, um die hohen Energiepreise abzufedern. Er senkte die Energiesteuer auf Benzin um rund 30 Cent pro Liter und auf Diesel um etwa 14 Cent. Hinzu kam die Absenkung der Mehrwertsteuer auf Erdgas und Fernwärme. Ursprünglich war die Maßnahme auf drei Monate befristet, um die Bürger in der Ferienzeit zu entlasten. Nun läuft sie aus – mit Folgen für die Verbraucher.

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Preissprung erwartet

Laut ADAC lagen die Preise für Super E10 zuletzt bei etwa 1,85 Euro pro Liter, für Diesel bei rund 1,75 Euro. Nach dem Ende des Rabatts könnten die Preise um 30 Cent pro Liter steigen – auf über 2,15 Euro für Benzin. Experten warnen vor einem „Preisschock“ an den Tankstellen. Herbert Rabl bestätigt: „Die Autofahrer müssen sich auf deutlich höhere Kosten einstellen. Ich empfehle daher, den Tank noch am Dienstag oder Mittwoch vollzumachen.“

Kritik am Tankrabatt

Der Tankrabatt war von Anfang an umstritten. Kritiker bemängelten, dass er vor allem Vielfahrern und Besserverdienenden zugutekomme, während Geringverdiener kaum profitieren. Zudem verpuffe ein Teil der Entlastung durch höhere Margen der Mineralölkonzerne. Umweltverbände lehnten die Maßnahme ab, da sie den Benzinverbrauch nicht senke. Die Bundesregierung verteidigte den Rabatt als „schnelle und unbürokratische Hilfe“ in der Krise.

Auswirkungen auf Autofahrer

Für viele Autofahrer bedeutet das Ende des Tankrabatts eine zusätzliche finanzielle Belastung. Laut einer Umfrage des ADAC planen 40 Prozent der Befragten, wegen der hohen Spritpreise weniger Auto zu fahren. Besonders Pendler und Berufsfahrer sind betroffen. „Ich tanke jetzt noch einmal voll, bevor die Preise steigen“, sagt ein Autofahrer aus Berlin. „Das spart mir immerhin 15 Euro pro Tankfüllung.“

Zukunft der Spritpreise

Ob die Preise nach dem Ende des Rabatts dauerhaft hoch bleiben, hängt von der globalen Ölpreisentwicklung ab. Derzeit liegt der Rohölpreis bei rund 110 Dollar pro Barrel – ein hohes Niveau. Zudem belasten die Sanktionen gegen Russland und die Unsicherheit im Iran den Markt. Experten rechnen daher nicht mit einem schnellen Rückgang der Spritpreise. „Die Entlastung war nur temporär“, so Rabl. „Die Autofahrer müssen sich auf dauerhaft hohe Kosten einstellen.“

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