Kolumne: Zwischen Freiheit und Techno-Diktatur – Wirtschaftswachstum als Pflicht?
Zwischen Freiheit und Techno-Diktatur: Wirtschaftswachstum als Pflicht?

Vor dem G7-Gipfel: Zwischen Freiheit und Techno-Diktatur

In seiner Kolumne wirft Henrik Müller die Frage auf, ob Europa eine moralische Verpflichtung hat, für Wirtschaftswachstum zu sorgen. Angesichts des bevorstehenden G7-Gipfels warnt er: Wenn die Wirtschaft nicht wieder in Schwung kommt, gerät die Demokratie noch stärker unter Druck.

Keines der G7-Länder werde noch dem klassischen liberalen Fortschrittsversprechen gerecht – steigender Wohlstand bei größtmöglicher individueller Freiheit. Dies zeige sich auch im Vorfeld des Treffens, bei dem die Staats- und Regierungschefs über die Zukunft der westlichen Wirtschaftsordnung beraten.

Müller argumentiert, dass die wirtschaftliche Stagnation nicht nur materielle Einbußen bedeute, sondern auch die politische Stabilität gefährde. Die Bürger verlören das Vertrauen in die Demokratie, wenn diese keine Verbesserung ihrer Lebensumstände bieten könne. Gleichzeitig wachse die Gefahr einer „Techno-Diktatur“, in der autoritäre Regime mit digitalen Überwachungsmethoden die Kontrolle übernehmen.

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Der Gipfel in Evian müsse daher nicht nur über Konjunkturpakete diskutieren, sondern auch über die grundlegende Frage, wie Freiheit und Wohlstand in einer globalisierten Welt neu definiert werden können. Europa stehe vor der Wahl zwischen einer Erneuerung des liberalen Modells oder dem Abgleiten in eine neue Form der Unfreiheit.

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