Alkoholfreie Weine: Wachstumsmarkt bleibt für ostdeutsche Winzer Nischenprodukt
Alkoholfreie Weine: Nische für ostdeutsche Winzer

Alkoholfreie Weine: Wachstumsmarkt mit begrenzter Reichweite für ostdeutsche Winzer

Der Trend zu alkoholfreien Weinen hält zwar an, doch für viele Winzer in Ostdeutschland bleibt dieses Segment weiterhin eine Nische. Während einige Betriebe wie die Rotkäppchen-Mumm Sektkellereien auf Expansion setzen, zeigen sich andere deutlich zurückhaltender und betrachten die Produkte lediglich als Ergänzung zum traditionellen Angebot.

Rotkäppchen als Vorreiter im alkoholfreien Segment

Die Rotkäppchen-Mumm Sektkellereien mit Sitz in Freyburg positionieren sich als Marktführer bei alkoholfreien Schaumweinen. Geschäftsführerin Silvia Wiesner betonte gegenüber der Deutschen Presse-Agentur, dass alkoholfreie Produkte ein zentraler Wachstumshebel für das Unternehmen darstellen. „Alkoholfrei ist für uns ein zentraler Hebel für weiteres Wachstum“, erklärte Wiesner. Das Unternehmen bietet bereits seit 2008 alkoholfreie Varianten an, veröffentlicht jedoch keine genauen Zahlen zum Umsatzanteil dieser Sorten.

Verschiedene Herangehensweisen ostdeutscher Winzer

Das sächsische Staatsweingut Schloss Wackerbarth hat im vergangenen Jahr einen alkoholfreien Sekt im Premiumsegment eingeführt. Pressesprecher Martin Junge gab an, dass man lange an der Rezeptur gearbeitet habe, um den gewünschten Geschmack zu erreichen. „Man habe lange getüftelt, um den gewünschten Geschmack zu erreichen“, so Junge.

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Deutlich skeptischer äußert sich die Freyburger Winzervereinigung. Geschäftsführer Hartmut Schreiter dämpft die Erwartungen, dass alkoholfreie Weine zu einem Massengeschäft werden könnten. „Wir betrachten das hier absolut als Ergänzungsprodukt“, betonte Schreiter. Bei der Winzervereinigung machen die beiden alkoholfreien Sorten im Sortiment lediglich etwa drei Prozent des verkauften Weins aus.

Marktentwicklung und Konsumtrends

Laut Angaben des Deutschen Weininstitums verzeichneten alkoholfreie Weine im vergangenen Jahr ein beachtliches Wachstum von 25 Prozent bei Absatz und Umsatz. Dennoch bleibt ihr Anteil am Gesamtumsatz mit Wein mit rund zwei Prozent vergleichsweise gering. Parallel dazu ist der Konsum alkoholischer Weine weiter rückläufig, während Sekt und Schaumwein nahezu stabil geblieben sind.

Diese Entwicklung zeigt, dass trotz des positiven Trends die alkoholfreien Varianten für die meisten ostdeutschen Winzer noch kein Kerngeschäft darstellen. Während einige Betriebe wie Rotkäppchen die Chance zur Expansion nutzen, bleiben andere bei einer vorsichtigen Herangehensweise, die das Produkt als ergänzende Nische betrachtet.

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