Newcastle-Krankheit im Landkreis Erding: 100.000 Legehennen müssen getötet werden
Newcastle-Krankheit: 100.000 Hühner in Erding getötet

Massentötung von Legehennen im Landkreis Erding nach Newcastle-Krankheitsausbruch

Die Behörden im Landkreis Erding haben nach dem Ausbruch der gefährlichen Newcastle-Krankheit auf einer großen Hühnerfarm die Tötung von insgesamt 100.000 Legehennen angeordnet. Diese drastische Maßnahme soll eine weitere Ausbreitung der auch als atypische Geflügelpest bekannten Viruserkrankung verhindern, die ganze Bestände vernichten kann.

Schutz- und Überwachungszonen deutlich ausgeweitet

Bereits am vergangenen Freitag wurden erste Schutzmaßnahmen ergriffen, die nun erheblich verschärft wurden. Das Landratsamt Erding teilte mit, dass sowohl die engeren Schutzzonen als auch die größeren Überwachungszonen deutlich ausgeweitet wurden. In der unmittelbaren Schutzzone müssen nun sämtliche 120 Bauernhöfe und Betriebe mit Hühnerhaltung kontrolliert werden. In der erweiterten Überwachungszone, die sich auch auf Teile der Nachbarkreise Landshut und Freising erstreckt, werden weitere Betriebe überprüft.

Rechtlich vorgeschriebene Keulung bei Newcastle-Krankheit

Die Newcastle-Krankheit wurde vergangene Woche auf der betroffenen Hühnerfarm nachgewiesen. Der Erreger, bekannt unter der Bezeichnung APMV-1, befällt vor allem Hühner und Puten. Bei einem Ausbruch dieser Tierseuche ist die sogenannte Keulung – also die Tötung aller Tiere im betroffenen Betrieb – gesetzlich zwingend vorgeschrieben. Diese rigorose Maßnahme dient dem Seuchenschutz und soll verhindern, dass sich die Krankheit weiter ausbreitet.

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Für Menschen ungefährlich, für Geflügelbestände tödlich

Das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit betont, dass der Erreger der Newcastle-Krankheit für Menschen ungefährlich ist. Für Geflügelbestände stellt die Viruserkrankung jedoch eine ernste Bedrohung dar. Sie ist nicht mit der landläufig als Vogelgrippe bekannten Geflügelpest identisch, kann aber ähnlich verheerende Auswirkungen haben und große Bestände dahinraffen.

Das Erdinger Landratsamt rief alle Geflügelhalter in der Region auf, sich umgehend beim örtlichen Veterinäramt zu melden, wenn sie bei ihren Tieren Krankheitssymptome beobachten. Zu den typischen Anzeichen der Newcastle-Krankheit gehören:

  • Atemwegserkrankungen
  • Nervenstörungen
  • Verdauungsprobleme
  • Plötzliche Todesfälle

Die umfangreichen Kontrollmaßnahmen und die Massentötung der Legehennen unterstreichen die Ernsthaftigkeit der Situation. Die Behörden wollen mit diesen drastischen Schritten verhindern, dass sich die Newcastle-Krankheit weiter in der Region ausbreitet und noch größere wirtschaftliche Schäden in der Geflügelwirtschaft verursacht.

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