Tierhaltungslogo bald auch in Restaurants: Mehr Transparenz für Verbraucher
Tierhaltungslogo kommt in Restaurants und Kantinen

Bundesagrarministerium will Tierhaltungslogo auf Speisekarten etablieren

Restaurantbesucher und Kantinengänger sollen künftig einfacher erkennen können, unter welchen Bedingungen die Tiere gehalten wurden, deren Fleisch auf ihrem Teller landet. Nach Plänen des Bundesagrarministeriums soll das staatliche Tierhaltungslogo, das bisher für Supermärkte vorgesehen war, ab dem nächsten Jahr mit einigen Anpassungen auch in der Außer-Haus-Verpflegung eingeführt werden. Dies geht aus einem aktuellen Gesetzentwurf des Ressorts hervor, der darauf abzielt, dem Verbraucherwunsch nach mehr Transparenz auch in Restaurants und Kantinen nachzukommen.

Erweiterung auf ausländisches Fleisch und einheitliches Logo

Die schwarz-rote Koalition plant zudem, Fleisch aus dem Ausland in die Kennzeichnungspflicht einzubeziehen, die bisher nur für inländische Erzeugnisse galt. Auch das vorgesehene einheitliche Logo für Verpackungen und Speisekarten wird überarbeitet, um eine konsistente Darstellung über alle Vertriebskanäle hinweg zu gewährleisten. Das System umfasst fünf Kategorien, von der Stufe "Stall" mit den gesetzlichen Mindestanforderungen bis hin zu "Bio", und soll Verbrauchern eine klare Orientierung bieten.

Verschiebung des Starts und Hintergrund

Der Start der Kennzeichnung, die ursprünglich von der Ampelkoalition im Jahr 2023 per Gesetz beschlossen wurde, wurde zuletzt auf Anfang 2027 verschoben. Bereits seit 2019 existiert eine freiwillige Kennzeichnung der Supermarktketten, die inzwischen die gleichen Stufen wie das staatliche System aufweist und Fleisch von Schweinen, Rindern und Geflügel abdeckt. Diese Initiative hat gezeigt, dass Verbraucher zunehmend Wert auf Informationen zu Haltungsbedingungen legen.

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Die Ausweitung des Logos in Restaurants und Kantinen soll dazu beitragen, die oft mangelnde Transparenz in der Außer-Haus-Verpflegung zu adressieren. Mit diesen Maßnahmen reagiert die Politik auf die wachsende Nachfrage nach ethischer und nachhaltiger Tierhaltung, während gleichzeitig die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Landwirtschaft gestärkt wird.

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