Asiatische Börsen crashen heftig: Ausverkauf geht weiter
Asiatische Börsen crashen heftig: Ausverkauf geht weiter

Die asiatischen Börsen haben am Donnerstag einen schweren Einbruch erlitten. Der japanische Nikkei-Index stürzte um mehr als fünf Prozent ab und schloss bei 31.500 Punkten – der niedrigste Stand seit zwei Jahren. Auch andere Märkte in der Region verzeichneten deutliche Verluste: Der südkoreanische KOSPI fiel um 4,8 Prozent, der Hang Seng in Hongkong um 3,2 Prozent und der Shanghai Composite um 2,5 Prozent.

Auslöser des Crashs

Analysten sehen mehrere Ursachen für den massiven Ausverkauf. Zum einen belasten die anhaltenden Handelskonflikte zwischen den USA und China die Stimmung. US-Präsident Donald Trump hatte zuletzt neue Zölle auf chinesische Waren angekündigt, was Ängste vor einer Eskalation des Handelskriegs schürt. Zum anderen sorgt die Unsicherheit über die Geldpolitik der US-Notenbank Federal Reserve für Unruhe. „Die Märkte reagieren panisch auf die Kombination aus protektionistischer Handelspolitik und strafferer Geldpolitik“, sagte Marktexperte Hiroshi Tanaka von der Nomura Securities.

Folgen für die Weltwirtschaft

Der Crash in Asien könnte auch die europäischen und US-amerikanischen Börsen belasten. „Ein solcher Einbruch in Asien ist ein Warnsignal für die globale Konjunktur“, erklärte Ökonomin Lisa Müller vom Ifo-Institut. Die Exportabhängigkeit vieler asiatischer Länder mache sie besonders anfällig für Handelskonflikte. Bereits am Vortag hatten die US-Börsen deutlich nachgegeben, der Dow Jones verlor 2,1 Prozent. Experten rechnen mit einer volatilen Handelswoche.

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Reaktionen der Notenbanken

Die japanische Notenbank (BoJ) signalisierte bereits, bei Bedarf stabilisierend einzugreifen. „Wir beobachten die Entwicklung genau und sind bereit, Maßnahmen zu ergreifen, um die Finanzstabilität zu sichern“, hieß es in einer Stellungnahme. Die chinesische Zentralbank kündigte an, die Liquidität am Markt zu erhöhen. Ob diese Maßnahmen ausreichen, um die Anleger zu beruhigen, bleibt abzuwarten.

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