Chinas Wirtschaft überrascht mit starkem Wachstum trotz Irankrieg
Chinas Wirtschaft überrascht mit starkem Wachstum trotz Irankrieg

Chinas Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im ersten Quartal 2026 um 5,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gestiegen, wie das nationale Statistikamt mitteilte. Damit übertrifft das Wachstum die Erwartungen von Analysten, die lediglich mit einem Plus von 4,8 Prozent gerechnet hatten. Trotz des anhaltenden Irankriegs zeigt sich die chinesische Wirtschaft robust.

„Von der Energiekrise scheint China wenig zu merken“, sagte Chefvolkswirt Alexander Krüger von der Hauck Aufhäuser Lampe Privatbank. „Hohe strategische Reserven und ein guter Energiemix helfen, dass China weniger leidet als andere asiatische Länder.“ Allerdings warnte Chefökonom Thomas Gitzel von der VP Bank, dass der Irankrieg die globale Konjunktur schwächen werde, was dem exportgetriebenen chinesischen Wachstum schaden könnte.

Das Statistikamt erklärte, die Wirtschaft sei gut ins erste Quartal gestartet, aber das externe Umfeld werde komplexer. Peking begründete das Wachstum mit der jüngsten Wirtschaftspolitik, die die Beziehung zwischen hohem Angebot und schwacher Nachfrage verbessert habe. Mögliche Auswirkungen durch die Lage im Ausland müsse man abwarten. Durch sein Industriesystem und die Energieinfrastruktur könne China mit solchen Risiken umgehen.

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Ende 2025 war die chinesische Wirtschaft um 4,5 Prozent gewachsen, der niedrigste Wert seit drei Jahren. Für 2026 peilt die Regierung ein Wachstum von 4,5 bis 5 Prozent an. Analyst Alex Brown vom Berliner Institut für China-Forschung Merics sagte, der Irankrieg werde sich durch weltweit steigende Preise und eine mögliche Einschränkung der Nachfrage nach chinesischen Exporten bemerkbar machen.

China ist nach den USA die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt. Als weltgrößter Energieimporteur und stark exportabhängige Volkswirtschaft dürfte es sich den Folgen des Irankriegs nicht entziehen können. Xinquan Chen, China-Ökonom bei Goldman Sachs, warnte, dass die wichtigsten Handelspartner Chinas mit Stagflationsrisiken zu kämpfen hätten. 40 Prozent der Exporte Chinas entfallen auf Schwellenländer mit geringerem Einkommen.

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