Am 30. April 2026 feiern wieder tausende Menschen die Walpurgisnacht im Harz. Die Orte Schierke, Thale und Wernigerode in Sachsen-Anhalt sowie Braunlage, St. Andreasberg und Hahnenklee in Niedersachsen sind die Hochburgen der Feierlichkeiten. Ein Polizeisprecher bestätigte am Donnerstagabend, dass die Orte bereits voll seien und viele Kostümierte unterwegs seien.
In Wernigerode stürmten Hexen und Teufel das Rathaus. Der Harzer Tourismusverband bezeichnete Braunlage als den „wildesten Hexenkessel des Harzes“. Dort war ab 18 Uhr ein Walpurgiszug geplant, gefolgt von Konzerten, einem Schauspiel, Familienprogramm und einem Feuerwerk zum Abschluss.
Die Walpurgisnacht wird jährlich vor allem in Europa gefeiert und vereint keltische und germanische Traditionen sowie christliches Brauchtum. Einerseits treffen sich Hexen zu einem Fest auf dem Blocksberg (meist der Brocken), andererseits wird der Tag der heiligen Walpurga, einer katholischen Äbtissin, gefeiert. Die Feiern zählen zu den größten Touristenattraktionen im Harz; im Vorjahr lockten sie rund 15.600 Besucher.
Anders als in früheren Zeiten haben Hexen heute keine Verfolgung mehr zu befürchten. Das feurige Ritual auf dem „Blocksberg“ zum 1. Mai ist ein bunter Spaß. Dennoch gab es im heutigen Niedersachsen noch nach dem Mittelalter Hexenverfolgungen und Prozesse bis nach 1945.



