Cannabis bremst bei Jugendlichen die Gehirnentwicklung
Cannabis bremst bei Jugendlichen die Gehirnentwicklung

Eine große Langzeitstudie mit über 11.000 Kindern zeigt: Cannabis wirkt bei Jugendlichen wie eine Entwicklungsbremse. Forscher der University of California, San Diego, begleiteten die Teilnehmer von neun bis 17 Jahren und stellten fest, dass regelmäßiger Cannabiskonsum die kognitive Entwicklung deutlich verlangsamt.

Während Nichtkonsumenten in der Pubertät einen massiven kognitiven Schub erlebten, flachte die Entwicklung bei Konsumenten ab oder stagnierte. Sie wurden nicht schlechter, verbesserten sich aber langsamer als Gleichaltrige. Die Studie basiert auf Daten der ABCD-Studie, bei der Gedächtnis, Konzentration, Selbstkontrolle und andere Fähigkeiten regelmäßig getestet wurden.

Die Forscher prüften den Cannabiskonsum nicht nur per Selbstauskunft, sondern auch mit Haaranalysen, die den Konsum über Wochen oder Monate nachweisen. Zudem wurden Alkohol- und Nikotinkonsum sowie familiäre und psychische Faktoren berücksichtigt. Überraschend: Spätere Konsumenten waren anfangs oft leistungsfähiger als Gleichaltrige, aber ab 15 bis 17 Jahren kehrte sich das Bild um.

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Besonders das Gedächtnis litt: Konsumenten merkten sich weniger Wörter und erinnerten sich schlechter. Eine Zusatzanalyse deutet darauf hin, dass vor allem THC für die Bremswirkung verantwortlich ist. Für CBD konnte dieser Effekt nicht nachgewiesen werden, allerdings war die CBD-Gruppe mit nur 21 von 645 Jugendlichen sehr klein.

Die Studie zeigt klare Zusammenhänge, kann aber nicht endgültig beweisen, dass Cannabis allein die Ursache ist. Weitere Forschung ist nötig, um die genauen Mechanismen zu verstehen.

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