Berliner Wasserbetriebe erhöhen Preise um 15 Prozent
Wasserpreise in Berlin steigen um 15 Prozent

Die Berliner Wasserbetriebe haben eine deutliche Preiserhöhung angekündigt: Ab dem 1. Januar 2025 steigen die Wasser- und Abwasserpreise um durchschnittlich 15 Prozent. Für einen durchschnittlichen Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 90 Kubikmetern bedeutet das Mehrkosten von rund 90 Euro pro Jahr.

Gründe für die Anhebung

Als Hauptgründe nennt das Unternehmen gestiegene Kosten für Energie, Material und Personal sowie notwendige Investitionen in die Infrastruktur. „Die Preisanpassung ist unumgänglich, um die hohe Qualität der Wasserversorgung und Abwasserentsorgung in Berlin langfristig zu sichern“, sagte ein Sprecher der Berliner Wasserbetriebe.

Konkret steigt der Preis für einen Kubikmeter Trinkwasser von 1,83 Euro auf 2,10 Euro netto. Beim Abwasser erhöht sich der Preis von 2,13 Euro auf 2,45 Euro netto. Die Preise gelten jeweils zuzüglich Mehrwertsteuer.

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Auswirkungen auf Verbraucher

Die Erhöhung trifft alle Berliner Haushalte und Unternehmen. Ein Zwei-Personen-Haushalt mit einem Jahresverbrauch von etwa 60 Kubikmetern muss mit rund 60 Euro mehr im Jahr rechnen. Für einen Vier-Personen-Haushalt mit 120 Kubikmetern liegen die Mehrkosten bei etwa 120 Euro.

Die Berliner Wasserbetriebe weisen darauf hin, dass die Preise trotz der Erhöhung im bundesweiten Vergleich weiterhin im Mittelfeld liegen. „Wir bleiben wettbewerbsfähig, aber die Investitionen in die Modernisierung der Klärwerke und die Erneuerung der Leitungen sind notwendig“, so der Sprecher.

Reaktionen aus der Politik

Der Senat hat die Preiserhöhung bereits abgesegnet. Verbraucherschützer kritisieren jedoch die Höhe der Anhebung. „Eine Steigerung von 15 Prozent ist für viele Haushalte eine erhebliche Belastung“, sagte ein Sprecher der Verbraucherzentrale Berlin. Man fordere eine soziale Staffelung, um einkommensschwache Haushalte zu entlasten.

Die Berliner Wasserbetriebe verweisen auf ein Sozialtarif-Modell, das bereits existiert und bei nachgewiesener Bedürftigkeit Ermäßigungen von bis zu 30 Prozent ermöglicht. „Wir werden dieses Angebot weiter ausbauen“, kündigte das Unternehmen an.

Zukunftspläne

Die Einnahmen aus der Preiserhöhung sollen in den Ausbau der Klärwerke, die Digitalisierung der Netze und die Reduzierung von Wasserverlusten fließen. Bis 2030 plant das Unternehmen Investitionen von rund 2,5 Milliarden Euro.

Die letzte Preiserhöhung gab es im Jahr 2021, damals stiegen die Preise um 3,5 Prozent. Die jetzige Anhebung ist die größte seit der Gründung der Berliner Wasserbetriebe im Jahr 1999.

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