Sushi Bikes vor Pleite gerettet: Münchner E-Bike-Start-up unter neuer Führung
Sushi Bikes: Münchner E-Bike-Start-up vor Pleite gerettet

Sushi Bikes vor der Pleite gerettet: Neuer Besitzer für Münchner E-Bike-Start-up

Der kriselnde Münchner E-Bike-Hersteller Sushi Bikes hat nach der im November 2025 beantragten Insolvenz einen neuen Eigentümer gefunden. Die Düsseldorfer Beteiligungsgesellschaft Wealth Collect Holding (WCH) übernimmt das Start-up vollständig. Für Gründer Andreas Weinzierl bedeutet dies die Fortsetzung der Unternehmensreise unter veränderten Vorzeichen.

Gründer spricht von Befreiungsschlag

Andreas Weinzierl, Gründer und Geschäftsführer von Sushi Bikes, äußerte sich erleichtert über die Entwicklung: "In den vergangenen Monaten haben wir hart dafür gekämpft, eine Lösung zu finden, die der Marke Sushi Bikes und unserer treuen Community gerecht wird. Dass wir nun mit einem starken Partner an der Seite weitermachen können, fühlt sich wie der Befreiungsschlag an, auf den wir alle gewartet haben."

WCH setzt auf Markenstärke und Weiterentwicklung

Rainer Langnickel, Gründer und CEO der WCH-Unternehmensgruppe, begründet die Übernahme mit der besonderen Positionierung der Marke: "Mit Sushi Bikes übernehmen wir eine Marke mit klarer Haltung, hoher Markenbekanntheit und großer Nähe zur urbanen Zielgruppe. Die Stärke von Sushi liegt in der konsequenten Reduktion auf das Wesentliche. Genau das macht die Marke so relevant."

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Die WCH sieht erhebliches Potenzial für die Weiterentwicklung der Marke und plant:

  • Stärkung der Liefer- und Servicefähigkeit
  • Förderung nachhaltigen Wachstums
  • Erweiterung des eigenen Portfolios um eine etablierte Lifestyle-Marke

Von der Gründung bis zur Krise

Sushi Bikes wurde 2019 von Andreas Weinzierl in München gegründet mit dem Ziel, ein E-Bike zu entwickeln, das so leicht, bezahlbar und gut gestaltet ist wie ein klassisches Fahrrad. Zu den frühen Unterstützern gehörten:

  1. TV-Moderator Joko Winterscheidt (bis April 2024 Gesellschafter)
  2. Mymuesli-Chefs Max Wittrock und Philipp Kraiss als Investoren

Nach Boomjahren während der Corona-Pandemie traf die allgemeine Krise in der Fahrradbranche auch Sushi Bikes hart. Volle Lager bei Händlern, Preisdruck und schrumpfende Margen führten zu erheblichen Engpässen und letztlich zur Insolvenzantragstellung im November 2025.

Ausblick unter neuer Führung

Andreas Weinzierl bleibt dem Unternehmen verbunden und betont: "Mein Herz schlägt für diese Marke und unsere Vision von lebenswerten Städten. Ich bin glücklich, dass die Reise nun mit frischem Rückenwind weiter geht." Die Übernahme markiert im Zuge eines Restrukturierungsprozesses den Beginn eines neuen Kapitels für die Weiterentwicklung der Marke Sushi Bikes.

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