Urin-Analyse als Geschäftsidee: Gründer präsentieren Prostata-Tester in der „Höhle der Löwen“
Urin-Tester für Prostata in Höhle der Löwen vorgestellt

Urin-Analyse als Geschäftsidee: Gründer präsentieren Prostata-Tester in der „Höhle der Löwen“

In der beliebten TV-Show „Höhle der Löwen“ wagte sich am Montagabend ein ungewöhnliches Gründer-Trio vor die kritischen Investoren. Sebastian Janus (37), Dr. Stefan Siemer (60) und Sebastian Heidrich (44) stellten ihre innovative App „streamcheck“ vor, die mithilfe eines speziellen Bechers und eines Smartphones die Stärke des Urinstrahls misst und so frühzeitig Hinweise auf Prostata-Probleme liefern soll.

Einfache Anwendung mit umfassender Analyse

Die Handhabung der Anwendung ist denkbar einfach: Der Nutzer gibt eine Urinprobe in einen vorbereiteten Becher ab. Die dazugehörige App analysiert anschließend die erfassten Daten und liefert eine sofortige, verständliche Auswertung. Der spezielle Becher misst dabei nicht nur die Strahlstärke, sondern untersucht auch wichtige Urinwerte wie Leukozyten, Glukose, Eiweiß und den pH-Wert.

Zur Veranschaulichung ihres Produkts brachten die Gründer sogar einen Pinkel-Dummy namens „Ralph“ mit, der demonstrierte, wie unterschiedlich stark der Urinstrahl ausfallen kann. Mit zunehmendem Alter wird dieser oft schwächer – und das Risiko für Prostataprobleme steigt entsprechend an.

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Skepsis bei den Investoren trotz wichtiger Thematik

Während die männlichen Löwen zunächst eher betreten schauten, brachte es Investorin Judith Williams (54) auf den Punkt: „Alle Anwesenden mit Prostata haben noch nie was von Prostata gehört?“ Frank Thelen (50) winkte dagegen ab: „Solange das bei mir funktioniert, interessiert mich das nicht.“ Eine Haltung, die nach Aussage der Gründer viele Männer teilen, da die Prostata-Untersuchung noch immer mit Scham und Vorurteilen behaftet sei.

Carsten Maschmeyer (66) outete sich offen als Betroffener: „Ich kann mich outen. Ich habe eine gutartige Prostatavergrößerung.“ Er betonte, dass dies zwar nicht schlimm sei, er jedoch nachts häufiger auf die Toilette müsse, weil die Prostata gegen die Blase drücke.

Hohe Kosten und fehlende Zulassung als Hindernisse

Am Ende überwog bei den Investoren jedoch die Skepsis. Das Starter-Kit soll stolze 199 Euro kosten, und die Gründer riefen eine Investitionssumme von einer Million Euro auf, wofür sie zehn Prozent ihrer Unternehmensanteile anboten. Trotz fehlender Zulassung als Medizinprodukt, ohne Werbeerlaubnis und ohne bisherigen Umsatz bewerteten sie ihr Unternehmen mit neun Millionen Euro.

Für Janna Ensthaler (42) war dies eindeutig zu viel: „Dann finde ich es noch enttäuschender, dass ihr hier mit neun Millionen Euro Bewertung kommt!“ Letztlich erwies sich der „streamcheck“ den Löwen als zu teuer und nicht ausgereift genug, um in eine Investition einzusteigen.

Das Gründer-Trio wollte mit ihrem Produkt die Früherkennung von Prostata-Problemen erleichtern und die damit verbundene Scham reduzieren. In der „Höhle der Löwen“ konnten sie die Investoren jedoch nicht von ihrer Geschäftsidee überzeugen.

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