Junge Unternehmerin verwirklicht Traum mit veganem Café in Rostock
In der Rostocker Kröpeliner-Tor-Vorstadt (KTV) herrscht seit drei Wochen reger Betrieb im neu eröffneten Café Morn. Die 26-jährige Hannah Camesasca aus der Nähe von Schwerin hat sich mit der Eröffnung ihres eigenen Lokals einen lang gehegten Wunsch erfüllt. Das Café bietet ausschließlich vegane Speisen und Getränke an und wird bereits von ersten Stammgästen geschätzt.
Vollständig veganes Konzept mit ethischer Überzeugung
Alle Gerichte und Getränke im Café Morn sind vegan – eine bewusste Entscheidung der jungen Betreiberin, die selbst seit zehn Jahren aus ethischen Gründen vegan lebt. „Ich habe erst überlegt, es vegetarisch/vegan zu machen, einfach weil ich ein bisschen Angst hatte, dass zu wenig Leute kommen. Aber dann habe ich mir gedacht: Nee, ich kann das irgendwie nicht mit mir vereinbaren“, erklärt Hannah Camesasca. Das Angebot umfasst:
- Verschiedene Kaffee- und Matcha-Latte-Variationen
- Beliebte Spezialitäten wie Cappuccino und Banana Bread Matcha
- Neue Kreationen wie Blueberry- und Mango-Iced Matcha
- Frühstücks-Wrap, Focaccia-Sandwiches, Chia-Pudding
- Köstlichkeiten wie Cookies, Bananenbrot und Pistazien-Limetten-Kuchen
Der verwendete Kaffee stammt von der Marke Fika, die von einer Unternehmerin und Café-Besitzerin aus Wismar selbst geröstet wird.
Gastronomie als Berufung trotz Herausforderungen
Die Leidenschaft für die Gastronomie begleitet Hannah Camesasca seit ihrer Jugend, in der sie immer wieder in der Branche gearbeitet hat. Obwohl sie ein Duales Studium zur Gesundheitsmanagerin absolvierte und zunächst in einem Rostocker Fitnessstudio tätig war, zog es sie zurück in die Gastronomie. „Aber sobald ich damit fertig war, habe ich direkt wieder in der Gastro gearbeitet und war später auch Küchenleitung in einem Café, weil mein anderer Job mich einfach gelangweilt hat“, berichtet sie. Die Vielseitigkeit und kreativen Möglichkeiten der Gastronomie faszinieren sie nach wie vor.
Die Gelegenheit zur Café-Eröffnung ergab sich, als die Vorgängerin Juliane Schaber im Herbst 2025 ankündigte, ihr Restaurant „Küche des Friedens“ zu schließen. Heute führt Hannah Camesasca den Betrieb mit zwei Mitarbeiterinnen und bestätigt: „Dass, wenn man selbstständig ist, die 40-Stundenwoche schon nach drei Tagen erreicht ist, ist keine Lüge“. Trotz des Arbeitspulses bleibt ihre Begeisterung ungebrochen.
Stammgäste loben einzigartiges Angebot und Atmosphäre
Das Café Morn bietet 15 Innen- und sechs Außenplätze in einer hellen, in Sand- und Holzfarben gestalteten Umgebung. Besonders Studenten sollen sich hier wohlfühlen, weshalb die Preise bewusst human gehalten werden – ein Cappuccino kostet beispielsweise 3,50 Euro, ein Matcha-Latte 4,20 Euro.
Erste Stammgäste wie die Veganerinnen Lina Geppert und Lea Schäfer zeigen sich begeistert. „Der Banana Bread Matcha ist super, den hatte ich beim letzten Mal auch und dachte mir gleich, den Rest muss ich nicht mehr probieren“, schwärmt Lina Geppert. Lea Schäfer betont die besondere Auswahl: „Das Café Morn hat viele Gerichte, die man gut mitnehmen kann und eine andere Getränkeauswahl“. Auch ihre Freundin Frida Jakowski, die sich noch vegetarisch ernährt, lässt sich von der Begeisterung anstecken.
Zukunftspläne und Öffnungszeiten
Hannah Camesasca hat bereits weitere Ziele vor Augen: „Keinen Stillstand haben, sondern immer versuchen, besser zu werden“. Geplant ist unter anderem der Start eines Cateringservices. Das Café Morn in der Wismarschen Straße 21 hat mittwochs bis freitags von 8 bis 17 Uhr sowie samstags und sonntags von 9 bis 17 Uhr geöffnet.
Der Name Morn entstand übrigens mit Hilfe von ChatGPT, nach der Vorgabe nach einem kurzen, deutsch klingenden Begriff mit Bezug zu Brunch und Morgen. In der poetischen englischen Sprache bedeutet Morn tatsächlich Morgen – ein passender Name für einen Ort, der einen frischen Start in den Tag verspricht.



