Etsy-Shop aus Langeweile: Paar erzielt 16 Millionen Umsatz
Etsy-Shop aus Langeweile: 16 Mio. Umsatz

Der Etsy-Shop „Wunderwunsch“ zählt zu den erfolgreichsten in Deutschland. Das Paar Celina Rewel und Toni Lösche startete das Projekt 2021 aus Langeweile – heute erzielt es einen Jahresumsatz von 16 Millionen Euro. Im Gespräch mit der Funke Mediengruppe verraten die Gründer, worauf es beim Aufbau eines Online-Shops ankommt.

Vom Zeitvertreib zum Millionenbusiness

„Wir haben einfach angefangen, ohne große Erwartungen“, erinnert sich Celina Rewel. Aus einer Laune heraus entstand der Shop, der personalisierte Geschenkartikel anbietet. Innerhalb weniger Jahre wuchs das Sortiment von einigen Dutzend auf über tausend Produkte an. Der Durchbruch kam mit einem viralen Social-Media-Post, der die Nachfrage explosionsartig steigerte.

„Plötzlich hatten wir Tausende Bestellungen pro Tag“, ergänzt Toni Lösche. Das Paar investierte die Gewinne konsequent in bessere Materialien und schnellere Logistik. Heute beschäftigt „Wunderwunsch“ 25 feste Mitarbeiter und arbeitet mit mehreren Produktionspartnern in Europa zusammen.

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Erfolgsfaktoren: Qualität und Kundennähe

Laut den Gründern ist die enge Bindung zur Community entscheidend. „Wir lesen jedes Feedback und passen unser Angebot ständig an“, sagt Rewel. Die Produkte werden in liebevoller Handarbeit gefertigt, was die hohe Kundenzufriedenheit erkläre. „Unser Ziel war nie, einfach nur Geld zu verdienen, sondern etwas Besonderes zu schaffen.“

Statistiken von Etsy zeigen, dass Shops mit hoher Bewertung und regelmäßigen Neuheiten signifikant mehr Umsatz generieren. „Wunderwunsch“ hat eine durchschnittliche Bewertung von 4,9 Sternen bei über 50.000 Rezensionen. Das Paar empfiehlt Gründern, sich auf eine Nische zu konzentrieren und authentisch zu bleiben.

Herausforderungen und Zukunftspläne

Trotz des Erfolgs gab es auch Rückschläge: Lieferengpässe und steigende Rohstoffpreise zwangen das Paar zu kreativen Lösungen. „Wir haben frühzeitig alternative Lieferanten aufgebaut“, erklärt Lösche. Zudem investierten sie in Automatisierung, um den Verwaltungsaufwand zu reduzieren.

In Zukunft plant „Wunderwunsch“, den eigenen Onlineshop auszubauen, um unabhängiger von Etsy zu werden. „Die Plattform ist ein toller Start, aber langfristig wollen wir unsere Marke stärken“, so Rewel. Das Paar rät anderen Gründern, geduldig zu sein und auf langfristige Kundenbeziehungen zu setzen.

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