1&1-Chef Dommermuth: Kein Verkauf an Telefónica - Fokus auf Netzausbau und Kooperationen
1&1-Chef schließt Verkauf an Telefónica aus

1&1-Chef Dommermuth weist Verkaufsgerüchte an Telefónica entschieden zurück

Ralph Dommermuth, Gründer und Vorstandsvorsitzender von United Internet und 1&1, hat in einem Interview mit der „Welt am Sonntag“ klargestellt, dass es keinerlei Verkaufspläne für das vierte deutsche Mobilfunknetz gibt. „An den Gerüchten ist nichts dran, es gibt keinen Dialog mit Telefónica“, betonte der Unternehmer. Er verwies auf die jahrelangen harten Anstrengungen seines Teams: „Wir gehen einen steinigen Weg. Das machen wir nicht, um mittendrin die Schlüssel abzugeben.“

Ausbau des vierten Mobilfunknetzes schreitet voran

Mit 1&1 baut Dommermuth derzeit neben der Deutschen Telekom, Vodafone und Telefónica O2 das vierte Mobilfunknetz in Deutschland auf. Ende 2025 versorgte das Unternehmen nach eigenen Angaben bereits 27 Prozent der Haushalte in Deutschland und übertraf damit das von der Bundesnetzagentur vorgegebene Ziel von 25 Prozent. Bis Ende 2026 soll die Abdeckung auf 35 Prozent gesteigert werden.

Dommermuth zeigte sich offen für Kooperationen, insbesondere bei der gemeinsamen Nutzung von Funktürmen im ländlichen Raum. Dieses Modell ist in anderen europäischen Ländern bereits verbreitet und könnte die Effizienz des Netzausbaus erhöhen.

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Rechtsstreit mit der Bundesnetzagentur und positive Wettbewerbsbilanz

Derzeit befindet sich Dommermuth in einem Rechtsstreit mit der Bundesnetzagentur. Die Behörde hatte Ende 2025 auslaufende Low-Band-Frequenzen nur an die drei etablierten Netzbetreiber Telekom, Vodafone und Telefónica verlängert, ohne 1&1 zu berücksichtigen. „Die Verlängerung war aus meiner Sicht rechtswidrig“, kritisierte Dommermuth. Diese Frequenzen seien für die Gebäudeversorgung besonders wichtig.

Trotz dieser Widerstände zog Dommermuth eine positive Zwischenbilanz. Der Einstieg eines vierten Netzbetreibers habe den Wettbewerb im Mobilfunkmarkt belebt und zu deutlich günstigeren Tarifen für Verbraucher geführt. Der Unternehmer bekräftigte sein Engagement für den weiteren Ausbau des Netzes und die Stärkung der Wettbewerbsvielfalt in Deutschland.

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