FritzOS 8.25: Stabiles Internet nach Nutzerkritik
Nach zahlreichen Beschwerden über langsame Internetverbindungen und instabile Netzwerke hat der Hersteller Fritz! ein umfassendes Update für seine Geräte veröffentlicht. Mit der neuen Softwareversion FritzOS 8.25 reagiert das Unternehmen direkt auf die Probleme, die nach der Einführung von Version 8.20 aufgetreten sind. Viele Nutzer hatten über erhebliche Geschwindigkeitseinbußen und Verbindungsabbrüche geklagt, was nun durch die aktualisierte Firmware behoben werden soll.
Hardware-Beschleunigung als Problemursache
Im Mittelpunkt der Schwierigkeiten stand ein kritischer Fehler in der Hardware-Beschleunigungsfunktion. Diese Technologie sollte eigentlich Datenpakete im Internet schneller verarbeiten, führte in der Praxis jedoch zum gegenteiligen Effekt. Bei aktivierter Paketbeschleunigung gingen regelmäßig Daten verloren, was zu spürbar geringeren Übertragungsgeschwindigkeiten und häufigen Verbindungsproblemen führte.
Bereits mit dem vorherigen Update auf Version 8.22 konnten erste Verbesserungen erzielt werden. Doch erst mit FritzOS 8.25 soll der Fehler nun vollständig behoben sein. Laut Herstellerangaben wurde die Verarbeitung der Datenpakete grundlegend korrigiert, sodass die FritzBox-Geräte wieder stabil und zuverlässig arbeiten können. Zuvor blieb betroffenen Nutzern nur ein Notbehelf: Sie mussten die Hardware-Beschleunigung manuell deaktivieren, wodurch die Hauptprozessoren (CPU) die gesamte Datenverarbeitung übernahmen – eine Lösung, die jedoch die Systemleistung beeinträchtigte.
Rollout und Geräteunterstützung
Zum Start der Verteilung erhält zunächst eine ausgewählte Gruppe von Geräten das neue Update. Dazu gehören die Kabel-Router FritzBox 6660 Cable und FritzBox 6591 Cable sowie der FritzRepeater 600. In den kommenden Wochen sollen dann nach und nach weitere Modelle folgen, wobei der Hersteller bisher noch keine konkreten Termine für den vollständigen Rollout bekannt gegeben hat.
Das Update konzentriert sich primär auf Stabilitätsverbesserungen und bringt keine neuen Funktionen mit. Neben der Behebung der Hardware-Beschleunigungsprobleme wurden auch verschiedene Anzeigeprobleme korrigiert und das Gesamtsystem optimiert. Besitzer von Kabel-Routern profitieren zudem von einer überarbeiteten Benutzeroberfläche für den integrierten TV-Tuner.
Die Installation erfolgt wie gewohnt über die standardmäßige Benutzeroberfläche der FritzBox, die entweder unter der Adresse http://fritz.box oder über die IP-Adresse 192.168.178.1 erreichbar ist.
Labor-Version für frühe Tester
Parallel zum stabilen Release von FritzOS 8.25 läuft bereits die Testphase für die nächste Version 8.24. Technikbegeisterte Nutzer können diese Labor-Version installieren und kommende Funktionen vorab ausprobieren. Die Installation gestaltet sich zwar einfach, dennoch empfiehlt der Hersteller dringend, vorher ein vollständiges Backup der aktuellen Einstellungen anzulegen. Denn wie bei allen Vorab-Versionen kann es bei den Labor-Builds zu Instabilitäten und unerwarteten Problemen kommen.
Folgende Geräte unterstützen bereits die Labor-Version von FritzOS 8.24:
- FritzBoxen 5690, 5590 Fiber, 5530 Fiber für Glasfaseranschlüsse
- FritzBoxen 7690, 7590 AX, 7590, 7530 AX, 7530, 7510, 7520, 7520 (Typ B) für DSL-Verbindungen
- FritzBoxen 6690 Cable, 6670 Cable für Kabelinternet
- FritzBoxen 4690, 4060, 4050 ohne integriertes Modem
- FritzBoxen 6860 5G, 6850 5G, 6850 LTE für Mobilfunknetze
- FritzRepeater 6000, 3000 AX, 1200 AX
- FritzMesh Set 1600
Der Hersteller zeigt mit diesem zweigleisigen Vorgehen, dass er sowohl auf akute Probleme reagiert als auch kontinuierlich an der Weiterentwicklung seiner Produkte arbeitet. Für Nutzer bedeutet dies mehr Stabilität im Alltag und die Möglichkeit, zukünftige Innovationen frühzeitig zu testen.



