Telekom setzt auf KI-Chatbot für Telefonate mit Echtzeit-Übersetzung direkt im Mobilfunknetz
Mit einem ins Mobilfunknetz integrierten Sprachassistenten möchte die Telekom Apps wie ChatGPT Konkurrenz machen. Auf der Mobilfunkmesse Mobile World Congress (MWC) hat der Bonner Konzern seinen »Magenta AI Call Assistant« vorgestellt, der insbesondere für Echtzeit-Übersetzungen genutzt werden soll. Viele Details bleiben aber bisher offen.
Details zum KI-Assistenten und Verfügbarkeit
»Es geht zeitnah los«, verspricht Telekom-Technikvorstand Abdu Mudesir, nennt aber keinen konkreten Termin. Ob der KI-Assistent etwas kostet, ist ebenfalls noch offen. Der Dienst soll nur im Mobilfunknetz zur Verfügung stehen und erfordert kein neues Smartphone, sondern funktioniert auch mit älteren Geräten wie einem Nokia-Tastentelefon.
Funktionen und Anwendungsmöglichkeiten
Innerhalb von zwölf Monaten sollen 50 Sprachen übersetzt werden können. Der Assistent soll auch andere Anwendungen wie Flugbuchungen oder Wettervorhersagen unterstützen und ähnelt damit Meta AI. Zudem soll er halbwegs selbstständig handeln können, etwa bei Terminfindungen, wobei die eingebundenen Dienste noch unklar sind.
Datenschutz und Konkurrenzsituation
Die Telekom betont, dass die KI nicht alle Gespräche mithört, sondern erst bei gezielter Aktivierung per Sprachkommando. Aufnahmen für Zusammenfassungen werden nach Versand gelöscht. Der Provider tritt in Konkurrenz mit Apple und Google, die ebenfalls Echtzeit-Übersetzungen auf Smartphones etablieren.
Strategische Ausrichtung und Kooperationen
Der Bonner Konzern versucht sich als deutsches KI-Schwergewicht zu etablieren, nachdem er im vergangenen Jahr ein Mobiltelefon mit Perplexity AI-Technik auf den Markt brachte. Für den neuen Sprachassistenten kooperiert die Telekom mit dem Spezialisten ElevenLabs.



