Telekom beschleunigt Glasfaser-Ausbau: 25 Millionen Haushalte bis 2030 im Visier
Telekom peilt 25 Millionen Glasfaser-Haushalte bis 2030 an

Telekom beschleunigt Glasfaser-Ausbau: 25 Millionen Haushalte bis 2030 im Visier

Die Deutsche Telekom hat beim Ausbau ihres Glasfasernetzes in Deutschland deutlich an Tempo zugelegt. Konzernchef Tim Höttges verkündete in Bonn, dass das Unternehmen im Jahr 2025 insgesamt 2,5 Millionen neue Glasfaseranschlüsse realisiert habe – mehr als alle Wettbewerber zusammen. Dieser Wert übertrifft die 2,2 Millionen Anschlüsse aus dem Vorjahr 2024 deutlich. Für das laufende Jahr plant die Telekom erneut mindestens 2,5 Millionen neue Anschlüsse.

Ambitiöse Ausbauziele und technologische Überlegenheit

Bereits jetzt erreichen die Glasfaser-Kabel des Magenta-Konzerns 12,6 Millionen Haushalte in Deutschland. Das langfristige Ziel ist jedoch noch ehrgeiziger: Bis zum Jahr 2030 sollen etwa doppelt so viele Haushalte, also mindestens 25 Millionen, mit der ultraschnellen Technologie versorgt werden. Danach soll der Ausbau kontinuierlich weitergehen.

Glasfaser-Internet gilt als die stabilste und schnellste Verbindungstechnologie und macht herkömmliche Alternativen wie Internet über Telefonleitungen oder Fernsehkabel perspektivisch überflüssig. Ein Teil der Verkabelung reicht dabei bis direkt in die Häuser oder Wohnungen, während andere Abschnitte nur bis zur Straße verlegt werden.

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Kundenakzeptanz als Herausforderung

Trotz des rasanten Netzausbaus bleibt die Resonanz der Verbraucherinnen und Verbraucher eine zentrale Herausforderung. Viele winkten bisher ab, wenn die neue Technologie verfügbar wurde, was das Glasfaser-Geschäft erschwert. Die Telekom-Zahlen zeigen jedoch eine langsame Verbesserung: Zu Jahresbeginn hatten 16,4 Prozent aller Haushalte im Versorgungsgebiet einen Glasfaser-Vertrag bei der Telekom abgeschlossen. Ein Jahr zuvor lag dieser Wert noch bei 14,8 Prozent.

Die positive Entwicklung setzt sich fort: Waren es im vergangenen Jahr knapp 600.000 neue Glasfaser-Kunden, soll diese Zahl weiter steigen und 2027 die Marke von einer Million Neukunden erreichen. Zu den wichtigsten Konkurrenten im deutschen Markt zählen die Deutsche Glasfaser, Vodafone und NetCologne.

Positive Jahreszahlen und Rekorddividende

Parallel zum Netzausbau legte die Telekom überzeugende Jahreszahlen für 2025 vor. Der Umsatz stieg gegenüber dem Vorjahr um 2,9 Prozent auf rund 119,1 Milliarden Euro. Hätte sich der US-Dollar nicht so schwach entwickelt, wäre dieser Wert sogar noch höher ausgefallen. Die amerikanische Tochter T-Mobile US bleibt dabei die Ertragsperle des Konzerns.

Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen inklusive Leasingkosten (Ebitda AL) kletterte konzernweit um 2,8 Prozent auf 44,2 Milliarden Euro. „Unser Schwungrad trägt uns weiterhin, die Zahlen stimmen“, betonte Konzernchef Tim Höttges. Das vierte Quartal 2025 sei stärker gewesen als das dritte Quartal 2025 und als das vierte Quartal 2024.

Von der positiven Geschäftsentwicklung profitieren auch die Anleger: Sie erhalten in diesem Jahr eine Dividende von einem Euro pro Aktie – so viel wie noch nie in der Geschichte des Unternehmens.

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